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Eine mutige Melange – die Sitzpolster der HVV

Obwohl die Welt der Medien uns versichert, dass wir in polarisierten, ja kriegerischen Zeiten leben, sollte nicht unterschätzt werden, dass an jeder Ecke auch Frieden gemacht wird. Diese Details gehen im Rotlicht, in das uns Tagesthemen, Spiegel und Bilderzeitung jeden Tag tauchen, leider allzu oft verloren.

Beispiele gefällig? Studienräte laufen mit Baseball-Käppis mit der Aufschrift “I luv NY” rum. Die Eppendorfer Arroganz nutzt gerne und viel das ALDI-Prinzip. Großmütter sagen Sätze wie: “Die Stimmung war richtig geil.” Beispiele gibt es genug. Wir sehen nur nicht hin. Eine Vorreiterrolle beim Thema “Frieden-machen” nimmt der Hamburger Verkehrsbund ein, wie folgender Schnappschuss verdeutlicht.

Eigentümlicher Bezug eines HVV-Sitzes

Die HVV handelt nicht nur nach dem Motto “Kannst Du Deinen Feind nicht besiegen, verbünde Dich mit ihn”, sondern erzeugt um das Graffiti-Stillleben auch noch eine Atmosphäre von Eiscafé Palermo – eine mutige Melange.

Stinkepisse

Stinkefahrstuhl Hamburg

Spackige, weiße Wände in einer dunkelen Ecke des U-Bahn Schachts, ein kleiner Raum, Nase zugehalten und los geht´s. “Elevator going up…” 40 Sekunden Ammoniak für die Nase: U-Bahn-Station HBF. Aus dem Bauche Hamburgs an die frische Luft führt eine lange, lange Rolltreppe oder eben Hamburgs gefürchteter Pissefahrstuhl. In der Regel kommen nur Mütter mit schweren Karren, Radfahrer, gebrechliche Menschen oder andere Randgruppen in den Genuss dieses “erhebenden” 40 Sekunden Pisseschnupperns…

Eigentlich schade, der Fahrstuhl sollte in einer Umleitung direkt ins Rathaus führen und zum Pflichteinstieg für feine Damen und Herren werden… dann wäre im nu frischen Wind in den stinkigen Därmen der Stadt.

Wie mir Viviane verraten hat, gibt es ab und zu auch etwas Braunes für´s Auge. Das Auge riecht ja schließlich auch mit…