Tag Archive for 'song'

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Zottelland

Wer mit mir schon mal über Männer und Frauen im Allgemeinen diskutiert hat, weiß, dass ich Männer im Grunde ihrer rabenschawarze Seele für asoziale Geschöpfe halte. Uns hält nur die ordnende Hand einer Familie, eines Berufs, einer caritativen Beschäftigung zusammen.

Sollte, so wie heute zum Beispiel, die ordnende Komponente abwesend sein, kehre ich zurück in das Schattenreich aus Thunfisch-Pizza, schnellen Kaffees, Streunern und Glotzen/Computern/Gitarrespielen/Lesen. Ich nutze eine Tasse, einen Teller, verliere den zeitlichen Ablaufsplan völlig aus den Augen und lebe vollständig im “hier und jetzt”. Ich gehe dahin zurück, wo wir alle herkommen: nach Zottelland.

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Welch Glück, dass dieser Zustand von der Gesellschaft erbarmungslos reglementiert wird. Wo käme ich sonst hin…

Zitatehaus

Ich sprach vor einigen Tagen in einem ” Muckestock“, wie das Haarbüschel es nennt, von der Eigenkomposition “Zitatehaus” als gewidmeten Song.

Freud

Da es bislang keine Aufnahme vom Zitatehaus im Netz gibt, hab ich kurz zur Gitarre gegriffen und sie eingespielt. Viel Vergnügen bei Siggi und Co. und träumt schön von der Mörderbibliothek Eurer Wahl.

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Freihafen, aku. Version

Freihafen

Immer wenn ich alte Song an der Gitarre durchgehe, wie in diesem Fall oder auch bei Erdenschwer, muss ich an Wiederkäuer denken, die ihr Oeuvre immer wieder rekapitulieren: Mallarmé gehört dazu, Gottfried Benn, aber auch Cyndi Lauper, die ihre paar Songs immer wieder in neuen Versionen aufnimmt. Ist das nun phantasielos?

Eigentlich gehen wir doch ständig Grundkonstanten unseres Lebens immer wieder neu durch, leichte Variantionen kommen hinzu. In diesem Sinne: Freihafen (2,64 MB, MP3)

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Heiligmorgen, 0:04 Uhr

Wie stark sich Weihnachten mit Kindern an Bord doch verändert. Mittlerweile singen wir Lieder wie “Kling Glöckchen Kling”. Und heute abend steht der leibhaftige Weihnachtsmann vor der Tür. Das wird cool, denn er hat viele Geschenke im Sack. Die gibt´s aber nur, wenn Leonie mit mir ein zünftiges Ständchen schmettert ;)

Mondaufgang am Meer

Von allen Weihnachtsliedern gefällt mir Es kommt ein Schiff geladen zurzeit am besten. Die Akkorde sind abwechslungsreich, viele Moll-Töne – und trotzdem ist das uralte Lied aus dem Andernacher Gesangsbuch nicht melancholisch, sondern besonnen und ruhig, wie ein Mensch, der am Ufer einer spiegelglatten See steht und einem Schiff zusieht, das sich dem Ufer nähert.

Das ist Advent; die Erwartung, wie man es uns Kindern sagte. Dazu gehörte eine Misereor-Tüte, in die ein Teil des Taschengeldes wanderte, im Eingang der Schule hing das Hungertuch. Heiligabend wurde die Tüte in den Klingelbeutel geworfen.

Abends gab es Kartoffelsalat mit Würstchen, nach der Bescherung ging es in die Mette. Und in ausgesuchten Jahren fiel nach dem Kirchengang Schnee. Das war toll. In diesem Jahr wird es das wohl nicht geben.

Es kommt ein Schiff geladen (1,55 MB, OGG Vorbis)