Vor einigen Tagen habe ich Görgün K., einen türkischen Programmierer, in Winterhude getroffen. Er arbeitet seit einer ganzen Weile am Entwurf eines Baglama-Lernprogramms. Das Programm wirkt in seiner Oberfläche schon recht ausgestaltet. Die Liedbeispiele sind komplett ausnotiert, es gibt in der oberen Hälfte des Fensters die Möglichkeit, einen Saz-Spieler per Videoclip dazuzuschalten.
Die abgebildete Saz lässt sich für Linkshänder drehen. Beim Abspielen des Stücks kann man den Fortgang über einen roten Faden im Notenbild oder wandernde Punkte auf der Mensur oder Baglama verfolgen.
Zurzeit steht er vor der technischen Herausforderung, die Tonhöhe beim Verändern der Ablaufgeschwindigkeit zu halten. Im folgenden Video erklärt er den Aufbau seines Programmentwurfs. Auf YouTube gibt es die Möglichkeit, das Video auch einer höheren Auflösung (“watch in high quality”) anzuklicken, was die Darstellung der Programmoberfläche im Film eine größere Klarheit verschafft.
Frische 3D-Umgebungen wie Beryl oder Compiz sind im Kommen. Die Installation ist kein Einsteigerfutter, aber auch nicht sonderlich schwierig. Der Effekt nach der Einrichtung kann sich auf jeden Fall sehen lassen, wie das kleine Video zeigt.
Auf der Seite teialehrbuch gibt es eine riesige Sammlung von Lehrbuchinhalten (der Verlag nennt sie “Wissenscontainer “) zu den verschiedensten Computerthemen von Ajax über Office-Anwendungen bis hin zu PHP. Alle Workshops können gänzlich kostenlos genutzt werden und sind mit tollen Multimedia-Touren angereichert, die jede Lektion noch mal auf dem Rechner Revue passieren lassen. Dazu gibt es Übungsbeispiele und Kurztests. Für Lernhungrige eine tolle Web-Ressource.
Picasa, jene Softwareschmiede, die von einiger Zeit mal von Google aufgekauft wurde, ist in Version 2 einen Blick wert. Wer einen Windows-Desktop nutzt, sollte sich das Tool mal anschauen. Die Art und Weise, in der Picasa und Gmail zusammenarbeiten, ist fast schon beängstigend effektiv.
Interessant, wie das Tool einen Gmail-Account einliest und für das Programm nutzbar macht. Alle für den Versand wichtigen Funktionalitäten lassen sich nutzen, wie zum Beispiel das Adressbuch (siehe Screenshot). Gleichzeitig werden die Bilder für den Versand verkleinert. Das machen andere Grafik-Programme zwar auch. Aber die Art und Weise, wie Picasas Schnittstelle für Gmail optimiert wurde, ist schon sehenswert.
Viele Leute bekommen so langsam Schiss vor Google. Im Gegensatz zu Microsoft lässt sich die Firma auch nicht beiläufig mit Verachtung strafen. Google macht vieles mit Instinkt für die Sache, ohne die Sache dabei zu stark zu beschädigen. Das ist schlimm, oder?
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