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Radio-Empfang via Satellit

So, vorbei der Retro-Wahn im 1-Bit-Flair. Jetzt wird´s wieder modern… und zwar mit einer digitalen Satellitenanlage, die ich zwar schon vor einigen Wochen in liebevoller Handarbeit ausgerichtet habe, deren erstaunliche Radio-Vielfalt mir aber erst vor einigen Tagen aufgefallen ist.

Digitaler Radioempfang, 2

Schon seit längerem bin ich um das Thema Sat-Empfang rumgeschlichen. Drei Aspekte haben mich dabei besonders interessiert:

  • Programmvielfalt: Satelliten bringen (noch) eine Fülle von Sendern unverschlüsselt ins Haus, mittlerweile sogar in HD-Qualität
  • Aufnahme via EPG: Mit der Schüssel kam gleichzeitig auch ein preiswerter Receiver mit 160 GB-Festplatte ins Haus
  • Europa: Mit zwei Sat-Positionen peilt der Twin-LNB Astra und Eutelsat gleichzeitig an, das ergibt nach Abzug von Werbe- und Erotiksendern circa 170 unverschlüsselte Programme aus aller Herren Länder

Und dann kam noch diese Hiobsnachricht von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) in punkto DAB-Zukunft. Ich bin ein Freund von digitalem Radioempfang. Sendungen können auf einfachem Wege mitgeschnitten werden, ohne dass das analoge Signal aufwändig umgewandelt werden muss. Und da Podcasts leider nur Ausschnitte aus dem Programm bieten, ist dieser Weg der zurzeit beste, um auch an die größeren Sendeformate (Features, Hörspiele) zu kommen. Wie man DAB zu diesem Zeitpunkt die Mittel einziehen kann, ist mir ein Rätsel. Wer mehr dazu wissen möchte, sollte sich ein sehr informatives Interview von Breitband anhören.

Digitaler Radioempfang

Aber was soll´s. Noch ist DAB nicht tot. Und auch ein Blick in die Sat-Landschaft lohnt sich. Astra und Eutelsat bieten Hunderte von Radio-Programmen an, von denen zumindest die aus der öffentlich-rechtlichen Ecke komfortabel über EPG aufgezeichnet werden können. Die Qualität ist ungefähr vergleichbar mit einer Audio-CD und ist damit noch einen Tick besser als beim alten DAB-Standard MP2.

Zwei Sachen nerven allerdings: Zum einen lässt sich das EPG ohne Blick auf den Fernseher nicht bedienen. Zum anderen kann man die Technik nicht mobil einsetzen, wenn man nicht gerade mit einem Caravan samt montierter Schüssel unterwegs ist. Auch die Übertragung von Festplatte zu Festplatte ist einen Tick zu aufwändig. Trotzdem macht es Spaß, durch die Kanäle zu surfen. Teilweise liegt auf einem Programmplatz eine ganze Reihe von Spartensendern nebeneinander. Muss was mit dem Transponder zu tun haben. NTV kommt über Satellit auch in acht lokalisierten Audiospuren für die wichtigsten Sprachen. Man wählt einen Audiokanal aus und speichert diesen ab. Ich muss schon sagen… digitaler Sat-Empfang hat was.