Gestern im Job erwischte es mich in einer Mail: “Sind die Grafiken so für dich ok ?” Ich rieb mir verwundert die Augen. Da war es wieder, das abgerückte Satzzeichen, aus einer Ecke, in der ich es nicht vermutet hätte. Mir fiel die Diskussion aus dem Frühjahr 2006 ein. Wie sagte Micha damals:
Der Unsinn des Plenkens wird deutlich, wenn das Ausrufezeichen als Beispiel in Folge des Quotens in die nächste Zeile rutscht.
Aber was ein Profi-Plenker ist, der hat Mittel und Wege, den gefürchteten, sinnentstellenden Ausreißer in der nächsten Zeile zu vermeiden…. Nein, jetzt nicht einfach das Satzzeichen ranrücken, wie es guter Brauch seit Jahrhunderten ist. Das wäre zu einfach!
Unsichtbare ASCII-Zeichen müssen heran, die die geliebte Rückung an das Wort kleben. Das funktioniert – wenn auch nur im Ausdruck eines Textes. Mir liegt die Aussage ines Zwangsplenkers vor, der diese Praxis bereits seit 15 [sic!] Jahren betreibt:
ich erinnere mich wieder. Ich hatte mir damals 1991 für Serienbriefe ein Zeichen zum “verbinden” ausgesucht, das der Drucker nicht drucken konnte. Auf dem Bildschirm war das Zeichen aber sichtbar.
Noch ist nicht klar, welches der 126 Zeichen des “American Standard Code for Information Interchange” für diese Neigung herhalten musste… aber hinter das Geheimnis komme ich auch noch!
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