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Google Analytics: Ein erster Eindruck

Vor einer Woche flatterte mir eine Mail ins Haus, in dem nach zwei Monaten Wartezeit endlich meine Freischaltung für Google Analytics verkündet wurde. Obwohl ich ein großer Fan der Statistik-Software chcounter bin, der ich auch weiterhin die Treue halten werde, ist mir ein Ruf aus dem Imperium immer (noch) willkommen.

Ein erster Überblick über die vielen komplexen Module der Seite zeigt zwei Auffälligkeiten:

Erstens: Mit Google Analytics lassen sich tolle Statistiksätze erzeugen, die jede Powerpoint-Präsentation eindrucksvoll garnieren. Ein Beispiel für die Brotkrumenspur könnte so lauten (die Zahlen sind echt):

Die Absprungsrate von 87,03% für die Marketingmaßnahmen aus dem Bereich der alternativen Betriebsysteme zeigen, dass die Conversion-Rate für dieses Contentsegment noch ausbaufähig ist.

Zweitens: Etwas versteckter und weniger schön aufbereitet, besitzt Google Analytics mächtige Analysefunktionen mit einem beeindruckenden Detailreichtum. Ein Beispiel zur Versionierung von Firefox sei hier mal als Screenshot präsentiert:

Firefox-Verteilung bei Google Analytics

Im übrigen tut sich Analytics wohltuend durch eine saubere Übersetzung vieler Marketingbegriffe ins Deutsche hervor: “Abbruch definierter Trichter”, “Test der Anzeigeversion” oder auch “Besuchertreue”. Wo hat man das sonst noch in einer Arbeitsumgebung, die inflationär von englischer Sprache durchdrungen ist? Dafür wird an dieser Stelle der Hut gezogen.

Picasa & Gmail

Picasa, jene Softwareschmiede, die von einiger Zeit mal von Google aufgekauft wurde, ist in Version 2 einen Blick wert. Wer einen Windows-Desktop nutzt, sollte sich das Tool mal anschauen. Die Art und Weise, in der Picasa und Gmail zusammenarbeiten, ist fast schon beängstigend effektiv.

Picasa/Gmail-Schnittstelle

Interessant, wie das Tool einen Gmail-Account einliest und für das Programm nutzbar macht. Alle für den Versand wichtigen Funktionalitäten lassen sich nutzen, wie zum Beispiel das Adressbuch (siehe Screenshot). Gleichzeitig werden die Bilder für den Versand verkleinert. Das machen andere Grafik-Programme zwar auch. Aber die Art und Weise, wie Picasas Schnittstelle für Gmail optimiert wurde, ist schon sehenswert.

Viele Leute bekommen so langsam Schiss vor Google. Im Gegensatz zu Microsoft lässt sich die Firma auch nicht beiläufig mit Verachtung strafen. Google macht vieles mit Instinkt für die Sache, ohne die Sache dabei zu stark zu beschädigen. Das ist schlimm, oder?

22 7 69

War die Vorsehung am Werk oder ist es einfach nur Zufall? Nach unserem Umzug Mitte Mai aus der Fruchallee nach Altona Nord sollte es mir nicht schwer fallen, meine neue Postleitzahl zu merken. Von den vielen tausend Kombinationen bundesweit hat es ausgerechnet meinen Geburtstag erwischt: 22 7 69.

Na, das kann ich mir merken :o)

Cool, bei Google-Maps kann man jetzt auch einfach per Drag & Drop über den Teich, straight in Richtung Hamburg surfen. Und siehe da… da wohne ich:

Wohnung