
Nein, die Schwestern der Barmherzigkeit sind nicht verstorben oder gegangen. Sie kamen zu mir… einige Tage nach meinem Zetern über die mangelnde Information in Sachen Cohen-Film und zwar heute nachmittag. O.k., es ist nicht die DVD, aber immerhin der Soundtrack. Universal schickt die CD gerade zur Bemusterung raus. Der Film allerdings, der das Jubilaeumskonzert aus dem Januar 2005 mit der Cohen-Story mixt, hat immer noch kein Veröffentlichungsdatum. What a pity.

Yippie, gerade habe ich “Seperate Ways” von Teddy Thompson für den berühmten Appel geschossen. Und was steht auf der Wikipedia-Seite zum talentierten Songwriter-Sohnemann?
In 2006, he participated in “I’m Your Man”, a film tribute to the legendary Leonard Cohen, contributing interviews and covering some of Cohen’s work along with the Wainwrights, Nick Cave, and the McGarrigle sisters (among others).
Huch, eine abendfüllende Dokumentation über Leonhard Cohen? Wer hat hierzulande drüber berichtet? Kaum jemand, wie mir scheint. Ausgerechnet eine U2-Fanseite bringt eine knappe Kritik, weil U2 im Jubilaeumskonzert auftreten und die Regisseurin nicht mit Bono-Einspielern spart.
Kommt er in die Kinos? Hmmm, keine Infos nirgends. Verflixt! Was ist denn mit dir los, Internet? Sonst sprudeln die Infos doch auch nur so…
“Now playing in selected cities”. Ich ahne: Einmal quer durch die angelsächsische Welt und zwei Jahre später als Dokumentation auf arte-tv zum Verpassen freigegeben. Schönen Dank!
Übrigens: Achtet mal auf die Uhr an Leonhards Arm auf der offiziellen Webseite. Nettes Detail.
Jedes Mal, wenn es im Kino im Abspann eines Trailers heißt “blablabla-der-film.de” frage ich mich unwillkürlich, was mit diesen Seiten passiert, wenn die Saison vorbei ist. Wer kümmert sich um 23 (1998), Anatomie (2000) oder Das Experiment (2001)?

Die Antwort ist: niemand. Seiten wie erin-der-film.de oder (besonders schön) American Beauty bleiben einfach am Netz, geronnen in der Zeit, vergessen von den Produktionsgesellschaften, vergessen von den Kinogängern. Gespenstisch ruckelt es da in frühen Quicktime-Versionen. Scheußlich hört man das schrille Klackern von Flash-Soundbrocken. Navigiert werden darf nur mittels nervtötender Pfeile, über die der Mauszeiger bewegt werden muss, damit der Mini-Fließtext im Frame funktioniert.
Was wird mit diesen Seiten dereinst geschehen? Vielleicht ist das wie mit Gräbern… nach einer gewissen Anzahl von Jahren werden die Seiten einfach eingeebnet. Nur Constantin-Film lässt es nicht so weit kommen. Im Jahre 2009 wird “Das Parfum”, wie alle leicht riechenden Leichen im Keller von Constantin, auf eine No-Name-Infoseite umgeleitet sein.
Gerade bei Peter Noster gesehen: A Scanner darkly ist sicherlich einer der interessantesten Filme der nächsten Zeit, zumindest von der Filmästhetik her.

Und dann auch noch mit Keanu und Winona… und die Story von (ta, ta!) Phillip K. Dick.
“Final Fantasy” war mir zu esoterisch, “Sin City” um Längen zu brutal. Mal gucken, wie sich “A Scanner darkly” macht. Die Familie des 1982 verstorbenen Science-Fiction Autors scheint die Film-Adaption auf jeden Fall zu mögen:
A Scanner Darkly is one of our father’s most personal stories because much of it is based on his own experiences. For this reason, it was especially important to us that it be done with all of the right intentions. His struggle with drug abuse is well documented, and he (and we) have witnessed many casualties. The novel is filled with his humor and his own tragedies. And we believe that Richard’s screenplay manages to capture these key elements — he has even included our father’s poignant afterword in his adaptation.
Quelle: http://www.philipkdick.com
Die Produktionsfirma spendiert übrigens satte 24 Minuten aus dem Film als Preview. Achtung: Zunächst wird ein überflüssiger, aber harmloser Alterscheck durchgeführt. Hier gilt die englische Datumformatierung, also Monat, Tag, Jahr.
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