Eine Zeitlang gab es nur das klassische “Belle de Jour” in der Cinemathek der Süddeutschen Zeitung. Doch so nach und nach werden Filme von Luis Buñuel zugänglicher, auf DVD veröffentlicht. Ganz frisch auf den Tisch gibt´s jetzt eine DVD-Box mit Buñuel-Filmen aus den 50er Jahren, die schlicht Mexico getitelt ist und auf die Migrationszeit des Regisseurs anspielt.
Wer einen tiefen Atemzug Irritation in das Werk des Spaniers tun will, sollte Montag Nacht zu Arte zappen. Dort läuft Simon in der Wüste, ein befremdlicher Film über einen Prediger in der Wüste, der vom Teufel in Versuchung geführt wird. Ich erinnere mich noch gut daran, wie der Film auf irgendeiner Retrospektive im Zusammenhang mit dem berühmten Chien Andalou Anfang der 90er lief. Simon steht stoisch wie ein friesischer Fregattenkapitän auf einer Art Säule in der Wüste und lässt sich vom Sturm der Versuchung nicht kapern.
Eines haben alle Buñuel-Filme gemeinsam: einige Bilder bleibt haften. Das hat sicherlich mit einer Atmosphäre der Befremdung zu tun, die Buñuel bis zur Perfektion aufbaut. Da Simon in der Wüste um 01.45 Uhr läuft, sei hier für alle ohne Aufnahme am TV-Gerät noch auf die Aufnahmedienste des Netzes verwiesen. Anders lässt sich der Kram sicherlich nicht leicht verkomsumieren.
Geil! Ich habe hier acht! DVDs mit Gaus-Interviews liegen. Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll. Das Dutschke-Interview kenne ich schon. Ich glaube, ich fange mit Gustav Gründgens an, gehe dann über Heinemann zu Hannah Arendt und gönne mir zum Schluss noch etwas aus dem Irokesen-Interview. Beneidet mich! So was gibt es nicht auf youtube. Da sind die Rechte-Inhaber davor: “This video ist no longer available” But not for me, meine Herren!

Phlow weist gerade auf den Torrent-Download der Dokumentation “The Corporation” (Torrent-Link) hin. Wer´s noch nicht kennt, dem sei die Empfehlung ausgesprochen: unbedingt ziehen! Meine Lieblingsstelle (sinngemäß) ist die mit dem Broker, der den Moment beschreibt, in dem die zwei Tower einstürzen:
Wir alle schauen uns fassungslos an und wir dachten alle dasselbe: Oh mein Gott! Wir werden eine Menge Geld verdienen!

Der Südwestrundfunk hat vor einigen Tagen die Reihe Französische Filmwochen gestartet:
Die „Französischen Filmwochen“ starten am Mittwoch, 10. Januar, um 23.00 Uhr mit dem bewegenden Drama „Endstation Schafott“ aus dem Jahr 1973. (…) Am 22. Januar, dem Tag der deutsch-französischen Freundschaft, zeigt das SWR Fernsehen den oscarnominierten Film „Auf Wiedersehen, Kinder“ von Louis Malle. (…) Die Reihe endet am Mittwoch, den 14. Februar mit Luc Bessons „Subway“, einer ästhetisch eindrucksvollen Version des „film noirs“ und Hommage an die „Eingeweide von Paris“, die Metro, mit Christopher Lambert und Isabelle Adjani.
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