Wie stark sich Weihnachten mit Kindern an Bord doch verändert. Mittlerweile singen wir Lieder wie “Kling Glöckchen Kling”. Und heute abend steht der leibhaftige Weihnachtsmann vor der Tür. Das wird cool, denn er hat viele Geschenke im Sack. Die gibt´s aber nur, wenn Leonie mit mir ein zünftiges Ständchen schmettert ;)

Von allen Weihnachtsliedern gefällt mir Es kommt ein Schiff geladen zurzeit am besten. Die Akkorde sind abwechslungsreich, viele Moll-Töne – und trotzdem ist das uralte Lied aus dem Andernacher Gesangsbuch nicht melancholisch, sondern besonnen und ruhig, wie ein Mensch, der am Ufer einer spiegelglatten See steht und einem Schiff zusieht, das sich dem Ufer nähert.
Das ist Advent; die Erwartung, wie man es uns Kindern sagte. Dazu gehörte eine Misereor-Tüte, in die ein Teil des Taschengeldes wanderte, im Eingang der Schule hing das Hungertuch. Heiligabend wurde die Tüte in den Klingelbeutel geworfen.
Abends gab es Kartoffelsalat mit Würstchen, nach der Bescherung ging es in die Mette. Und in ausgesuchten Jahren fiel nach dem Kirchengang Schnee. Das war toll. In diesem Jahr wird es das wohl nicht geben.
Es kommt ein Schiff geladen (1,55 MB, OGG Vorbis)



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