Gerade drüber gestolpert: die Simple English Wikipedia. Diese reduzierte Ausgabe soll eine Alternative zu den mittlerweile riesigen Einträgen des Online-Lexikons darstellenl, sowohl im Umfang, als auch im Duktus der Sprache.
So wird der 6.240 Wörter umfassende Eintrag der “Beatles” aus der großen Schwester-Publikation zu einem 272 Wörter langen Artikel mit niedlichen, aber auch treffenden Umschreibungen, die wirklich jeder versteht:
The band stopped playing together in 1970, because the stress and the fame became too much for them. They also grew apart as they got older, and wanted to work with others.
Zum Vergleich: Der Original-Artikel benötigt schon für die narrative Ebene der Fab-Four-Endphase mehrere Absätze.
An wen richten sich die Einträge? “We only use very simple English words and simple ways of writing here.” Der Beatles-Artikel klingt vom Wort-Niveau her nach einer Schulbuchseite für die 5. Klasse. Und diese Art von didaktischem Ansatz ist auch gewollt: “These pages can help people learn English.” Nicht alle Artikel können diesen Anspruch einhalten. Und so wird vor dem Eintrag zu Immanuel Kant gewarnt: “The English used in this article may not be easy for everybody to understand.”.
Mir gefällt das Projekt ausgesprochen gut. Bin gespannt, wann es ein deutsches Pendant dazu geben wird. Im Alltag mit zwei Kindern stoße ich ständig auf genaue diese Art der Herausforderung: Dinge einfach und anschaulich zu erklären.
Popups wollen in Firefox nicht mehr. Wie kann das sein? Jedes blöde Javascript, das ein Popup hervor kitzelt, öffnet nur in einem neuen Hintergrund-Tab. Die FF-Einstellungen sind unangetastet. Alle überflüssigen Add-Ons habe ich deinstalliert. Nix zu machen. Ich füge mich in mein Schicksal, aber… auf der Suche nach Seiten im Netz, um das lausige Popup-Verhalten meines Firefoxs zu studieren, bin ich über die Seinstransformationsnachricht des Maharishi Mahesh im Spiegel auf eine großartige Beatles-Parodie von Stevie Riks gestoßen. Lacht Tränen!.
Und Macca und Ringo werden nicht die Zweiviertel-Beatles deshalb neu formieren, weil es jetzt BeSonic gibt.
Brhhh: Macca! Armer Paul, dieser “Ehrentitel” scheint aus der Yellowpress zu stammen, die derartigen Schindluder gerne mal treibt und in der er ja wirklich oft vertreten war in den letzten Jahren.
Was den “Redakteuren” bei Bild.de durch den Kopf gehen mag, wenn sie ihre “Artikel” verfassen, weiß nur das Bildblog. Fakt ist: Seit einiger Zeit wird genüßlich die Scheidungskrise von Paul McCartney ausgebreitet – ein dankbares Unterfangen, gilt es doch, im parasitären Gefolge der britischen Yellowpress, die Nacktbilder von Noch-Ehefrau Heather Mills zu präsentieren. Diese Fotostrecke zeigt, zu welch zunächst lustigen, ab Bild 4 aber auch geschmacklosen Assoziationsketten ein Bild-Autor in der Lage ist.
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