So, das war´s nun also. Dank vielfältiger Sprotzer in den DivX-Dateien und schlechter Downloaderaten habe ich mein Probe-Abo bei save.tv gekündigt. Aber nanu, was steht da in der Bestätigungsmail?
Wir wuerden uns sehr freuen, Sie zu einem späteren Zeitpunkt als Save.TV EasyRecord -Kunden begruessen zu duerfen. Sie können nach Vertragsende mit Ihren Logindaten weiterhin den kostenlosen Online Videorecorder von Save.TV nutzen.
Und nun kapiere ich, warum ständig auf den Seiten von einem “Easy Record Plugin” gesprochen wurde. Es gibt nämlich auch ein “Weird Record Plugin”, der furchterregende “Telefunken-Videorecorder”, der dem Kunden nach Ablauf der Testphase weiterhin zur Verfügung steht.

Eine Programmierung des Aufnahmezeitraums mit dem Telefunken-Recorder dauert ungefähr sieben Minuten und 96 Klicks. Aber dem geschenkten Gaul… und an der Aufnahmekapazität oder den sonstigen Format-Möglichkeiten ändert sich nichts.
Neues Zwischenfazit zu save.tv: Der Dienst hat mir nach der Zusendung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung (auch Perso genannt) Zugriff auf die Downloads gewährt, die sich angesammelt haben. Wie ist es nun um die Qualität des Bildes bestellt? Im Großen und Ganzen sehen die Downloads gut aus, nicht DVD-Qualität, aber durchaus akzeptabel auch auf dem Fernseher. Auf dunklen Flächen ist die Pixelbildung der DivX-Kompression durchaus zu sehen. Aber damit kann ich leben.
Was auf die Dauer eine echte Zumutung ist, sind die vielfältigen kleinen Aussetzer im Ton. Alle drei Minuten hakt er. Selten reißt er zusammen mit dem Bild auch vollständig ab und es fehlen einige Sekunden.
Die Downloadrate des Server ist mäßig. Maximale Geschwindigkeit liegt bei 180 kbit/s. Ab und zu sind es auch nicht mehr als 30 kbit/s. Mehr als drei Downloads können nicht parallel aufgenommen werden. Zurzeit wird mir mit der Meldung “Error: Too many connections” sogar nur ein Download ermöglicht. Wenn sich fünf, sechs Filmdateien ansammeln, kann das Laden also schon mal zu einer langwierigen Angelegenheit werden.
Gänzlich überzeugt bin ich von save.tv noch nicht. Grundsätzlich ist der Dienst o.k., aber die fehlerhaften DivX-Files und die schleppenden Downloads trüben einen positiven Eindruck.
Was habe ich mich vor einigen Wochen geärgert, dass Arte die Feltrinelli-Dokumentation auf 0.10 Uhr angesetzt hatte. Seitdem unser Fernseher sein Signal via DVB-T empfängt, ist das mit den Videorekorder-Aufnahmen so eine Sache… der Technisat-Empfänger ist nun mal kein Dual Receiver. Aber Gottlob – es gibt ja das Internet.
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Obwohl Radioprogramme von den meisten eher als “Informationshäppchen für zwischendurch” konsumiert werden, gibt es doch eine kleine Reihe standhafter Menschen, die die Nischenplätze des öffentlich-rechtlichen Runkfunks gerne aufsuchen und mit verklebten, müden Augen vor dem Radio hocken – beispielweise wenn es um die Sendung “Soundcheck” geht, die der Deutschlandfunk auf dem knallharten (Un)platz ab 1.00 Uhr nachts ausstrahlt.

Mit fortgeschrittenen Alter oder eben auch durch die Strapatzen, die Kinder oder/oder Job mit sich bringen, fällt es zunehmend schwerer, diese Termingeschäfte wahrzunehmen und so sind die Infotauschbörsen des Netzes, die so genannten Newsgroups (de.rec.hoerspiel de), immer wieder gespickt mit Anfragen wie “Hörspiel aufnehmen (zeitgesteuert), aber wie?” Oder: “Hilfe, Mitternachtskrimi vom 9.7. verpasst! Wer hat´s?”
Die sonst so verschwiegene, weil unterrepräsentierte Schar der Radiohörer (“Ja, ich hör da nur zu, das ist immer noch ohne Bild”) ergeht sich in den Threads immer wieder in der Frage, wie die beste Aufnahme zu erzielen sei. Meist geht es dabei um Programm- und Soundkarten-Konstellationen, mit denen das Hörspiel via Netstream oder über die TV-Karte mit integriertem Tuner mitgeschnitten werden kann. Doch es geht auch anders… traditioneller.
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