Da dachte ich mir, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, im Rahmen des iRadio-Tests noch ein Gerät zum Vergleich dazu zu nehmen und bin nach dem ersten Auspacken des “InternetRadio 1” (IR1) von Technisat ziemlich irritiert. In beiden Testkandidaten scheint die gleiche Software zu stecken. Die Menüs und die Darstellung des Zeichensatzes sind im Aufbau nahezu identisch. Sowohl Terratec, als auch Technisat arbeiten also mit der gleichen Software. Nur: Wär hachtzs erfunden?”

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Zurzeit habe ich das NOXON iRadio von Terratec im Testbetrieb. Das Radio ist nicht sonderlich gut verarbeitet, das blaue Display wenig ansprechend. Trotzdem übt das Radio einen gewissen Reiz aus. Es empfängt via Wlan in der ganzen Wohnung Internet Radio und Podcast-Programme und das auch verschlüsselt über WPA2. Dabei greift Hersteller Terratec auf einen Service von vTuner zurück. Und die haben wirklich den allerkleinsten Lokalsender aus Rumänien im Programm: “9909 stations available”.

An die MAC-Adresse des NOXON iRadios gekoppelt lassen sich Abos auf der vTuner-Seite radio567.com abschließen. Der Dienst funktioniert hervorragend. Gerade habe ich eine Liste mit einigen deutschsprachigen Sendern erstellt und höre im Hintergrund Radio Flora aus Hannover.
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Evoke 3 ist eingetroffen. Erstes Kurzfazit nach dem Einschalten: spielend einfach zu bedienen, warmer, vielleicht etwas zu basslastiger Klang, leider kein Equalizer an Bord, um den Sound dem eigenen Klanggeschmack anzugleichen. Insgesamt ausgesprochen gut verarbeitet.
Die Einrichtung ist kinderleicht. Die Uhr stellt sich automatisch. Das Display ist groß, kann aber von der Seite und von oben nur schwer eingesehen werden. Am Zubehör wurde etwas gespart: So gibt es kein USB-Kabel für das Firmware-Upgrade von der ausgelieferten Version 1.4 auf die aktuelle Version 1.6. Auch eine SD-Karte habe ich vermisst, wobei Speicher ja mittlerweile sehr günstig zu haben ist.

Timer-Aufnahmen laufen auf dem Evoke nahezu perfekt an. Aber leider, leider liefert der Hamburger Raum kein EPG, also keinen eletronischen Programmguide, aus, obwohl dies laut Thomas Schierbaum vom IRT zumindest im Testbetrieb der Fall sein sollte. Dieser Sache muss ich also noch auf den Grund gehen.
Beeindruckend ist das permanente Zwischenspeichern von empfangenen Daten. Dadurch ist es im laufenden Betrieb ohne weiteres Möglichkeit, eine Sendung zu pausieren (Timeshifting) und (noch besser) einfach zurückzuspulen. Beim Rücklauf kann mitgehört werden. Maximal 30 Minuten speichert Evoke 3 intern ab.
Update: So, der Test zum Evoke 3 ist online. Der Gesamteindruck ist wirklich exellent. Auf Anhieb sind mir zwei, drei Verbesserungen aufgefallen. Definitiv kommen sollte eine Resume-Funktion für Aufnahmen von der SD-Karte. Auch eine Unterstützung weiterer Codecs bei der Wiedergabe wäre toll. Warum nicht zu MP2 und MP3 auch Ogg unterstützen? Ärgerlich ist die mangelnde Ausstrahlung von EPGs in Hamburg/Norddeutschland. Aber das kann man wohl kaum dem Evoke anlasten.
Die Schweiz und Großbritanien haben nicht viel gemeinsam und trotzdem einigt sie ein Radiostandard, den Deutschland so gar nicht kapieren will: schillernde DAB-Frequenzen mit einem breiten Informationsangebot. Das digitale Radio, das hierzulande ein Schattendasein führt[], ist Dank BBC-Engagement schon lange ein verbreiteter Standard auf der Insel und so wundert es nicht, dass die interessantesten Endgeräte für den Verbraucher von dort kommen.

Vor einigen Tagen habe das Evoke 3 für einen Praxistest bei Pure geordert und bin seit der Bestätigung des Versands heute nachmittag gespannt wie ein Flitzebogen. Wird dieses DAB-Radio all die großartigen Dinge halten, die der Prospekt (PDF) verspricht? Man stelle sich vor: EPG-gesteuerte Aufnahmen aus dem Radio auf eine eingesteckte SD-Karte, ohne dass ein Rechner die Nacht durchlaufen muss. Da schmerzt es nur etwas, dass Evoke die Dateien nicht direkt umwandeln kann, sondern im Sendeformat MP2 speichert. Einige Player sollen das Format ja sogar lesen können, wenn man die Dateienung direkt in MP3 umbennent.
Update: Das Evoke ist eingetroffen.
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