
Ich hatte vorgestern jemanden in der Küche sitzen, der sich in der mobilen Welt auskennt: Michael Harms ist Produktmanager in Hamburg und fragt sich, warum er in seiner Hand den Ferrari unter dem Handys hat, wenn er damit nur 30 fahren darf. Ein Schnelldurchlauf der relevanten Punkte für das iPhone, wie er kompakter nicht sein könnte:
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Cutter, Cineasten, HD-Freaks bitte mal weghören: Vor einigen Tagen hatte ich ein Low-Buget-Erlebnis der besonderen Art. Ausgerüstet mit einer Canon IXUS 70, einem Stativ und viel Enthusiasmus habe ich ein Konzert und ein Interview aufgezeichnet. Zu Gast im Haus Drei in Altona war Cem Çelebi, einer der virtuosen Baglama-Spieler aus Istanbul. Da lag die Idee zu einem Interview nahe.
Eine halbe Stunde lief die IXUS für den Talk und zeichnete auf einer vier Gigabyte SD-Karte speicherintensiv Bild für Bild in Motion JPEG-Qualität bei einer Größe von 320×240 Pixel auf. Und was soll ich sagen: Oh Wunder, die billige Consumer-Digicam hat durchgehalten. Keine Aussetzer während des Interviews! Auch der Akku hielt tapfer durch.
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Manchmal erinnere ich mich gar nicht mehr daran, dass ich mich bei Streifzügen durch das Netz in eine Beta-Phase eingetragen habe. Die Mail kommt rein, natürlich häufig mit englischem Betreff und ich wittere Spam… so auch im Fall der Erinnerungsmail für die geschlossene Testphase von Screentoaster.
Screentoaster ist ein kleines Desktop-Auszeichnungsprogramm aus dem Netz, das die Arbeitsumgebung abfilmen kann. Im Hintergrund arbeitet Java. Daher kann das Tool auf allen gängigen Plattformen eingesetzt werden, sofern man es einem kaum bekannten Online-Startup gestatten will, ein Java-Programm auf dem Rechner auszuführen.
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Seit einigen Wochen schaltet mein Internetzugangsprovider Alice eine Suchseite, die man hier bewundern kann. Der Hintergrund ist klar: Über eine eigene AOL-Seite sollen Suchanfragen bei Google generiert werden, die sich bezahlt machen. Daran ist zunächst nichts verwerflich oder um es mit den Worten der E-Commerce-Jungs zu sagen: “So läuft’s Business!”.
Problematisch wird die Sache allerdings, wenn die Antwort eines Servers einige Sekunden dauert, wie zum Beispiel bei der Wayback-Maschine von archive.org. Als Gedächtnis des Netzes benötigt diese gigantische Sammel-Institution manchmal bis zu 30 Sekunden, bis eine Seite aus den unendlichen Datenmengen des überlasteten Server aufgebaut wird. Der Effekt, den die neue Alice-Suchseite auf einen derartigen Dienst hat, ist verheerend: Man sieht zwar, wie die Seite mit der gefühlten Geschwindigkeit eines 33k-DFÜ-Modems lädt, aber dann schaltet sich die langbeinige Dame aus Italien molto rugoso dazwischen. Das ist ärgerlich und sorgt für Unzufriedenheit beim Kunden.
Immerhin: Das Verhalten kann abgestellt werden, und zwar über diesen Link. Im direkten Anschluss erhält man eine Bestätigungsmail mit folgendem kurzen Infotext:
Sehr geehrte(r) Herr XYZ,
Sie haben die Weiterleitung bei Falscheingabe einer Internetadresse abgeschaltet.
Sie werden jetzt nicht mehr auf die Suchergebnisseite geleitet, wenn Sie eine nicht existierende Internetadresse eingeben.
Nun ist Geduld gefragt, denn die Weiterleitung findet im Anschluss weiterhin statt. Nach einem Neustart des Modems und einer halben Stunde Warten, hat sich der Eintrag auf den DNS-Servern offensichtlich aktualisiert. Die Alice-Suche ist verschwunden, die Wayback-Maschine läuft wieder.
Aber nicht zu früh gefreut: Laut Alice-Kundencenter ist eine “dauerhafte Abschaltung der Seite” technisch zurzeit noch nicht möglich. Es kann also immer wieder vorkommen, dass sich die Alice Suche dazwischen schaltet. Die Technik arbeite an dem Problem, wobei man mir einen konkreten Zeitpunkt der Umsetzung nicht nennen konnte.
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