Archive for the 'Abgehört' Category

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Knocking on Heaven’s Door

Obwohl ich trotz der Medien-Euphorie nie so recht was mit der Stimme von Antony Hegarty und seinen Johnsons anfangen konnte, muss ich sagen, sie scheint wie für “Knocking on Heaven’s Door” gemacht, ganz anders als das röhrende Dumpbacken-”Yeah Yeah Yeah” von Guns & Roses damals in den 90ern (oder waren´s noch die 80er?). Die wunderbar getragene Interpretation ist zum Beispiel auf Hypemaschine zu finden:
Antony And The Johnsons – Knockin’ On Heaven’s Door

Kate als Dylan

Auch auf den “I´m not there” freue ich mich schon. Wer schon mal den Trailer sehen möchte – den gibt´s zum Beispiel beim gut sortierten Peter Noster. By the way: Wer ehrlich zu sich selbst ist, kann Cate Blanchett nur “wow” finden. Nicht nur mir geht das so.

In direkter Nähe unentdeckt

Es existiert eine trottelige Konstante in meinem Leben, die mich immer wieder ärgert. Ab und an gibt es kleinere Acts, die ich gerade kennenlerne, irgendein unbekanntes Zeugs, wie zum Beispiel just heute die wunderbar unprätentiöse, klare Musik von Denison Witmer und dann gucke ich auf die Webseite und sehe, dass der Knabe genau vor einem Jahr quasi vor meiner Haustür im Fundbureau gespielt hat. Und ich war nicht da… argh!

Denison Witmer

Den Effekt habe ich zum ersten Mal bewußt erlebt, als ich vor Jahren die Musik von Adam Green für mich entdeckte. Der Mann war noch nicht in der Gazette und auf seiner Seite stand, dass er gerade einen Monat zuvor in Hamburg gespielt hatte. Das nächste Konzert war dann schon mitten im Hype: Gast bei Harald Schmidt, FAZ, Surkamp-Büchlein. Alle Maden kringelten sich schon um Green.Das gleiche war’s mit “Kings of Convenience”. Ich gehe doch nicht auf eine Massenschmuseorgie in die Fabrik. Proppevoll war es im letzen Jahr, das habe ich wohl gehört.

Immerhin: Denison Witmer kennt niemand hier (außer das Haarbüschel mit den guten Ohren). Man kann seine Platten nicht kaufen. Gut so. Vielleicht bleibt das noch ein paar Monate so – etwas so lange, bis das Konzert in der Ponybar, Astradings oder sonst wo durch ist. Dann kann er von mir aus wie Feist im CCH und in iPod-Trailern auftreten – bestuhlt, teuer, ausverkauft.

Hope I die before I get old

Rentner im Abbey Studio nehmen “My Generation” auf. Tolles Cover von den Zimmers mit Streichern, wirkt wie eine Mischung aus der Originalintention der WHO und der Violinen-Schlusssequenz aus “A Day in the life”, was ja auch gut zum Aufnahmeort passt.

Auch geriatric1927 ist dabei. Ja, ja… die krächzige Lautstärke wird in den nächsten Jahren immer mehr werden. Und wir werden dazu gehören, was Jungs ;)

Gerade heute hatte ich die AGOF-Zahlen für die Surfverteilung auf dem Tisch und war etwas enttäuscht, dass die “Silver Surfer” über 60 recht schwach vertreten sind im deutschsprachigen Netz. Meine Mutter ist drin, ihr Freund ist drin, aber Vivianes Eltern wollen nicht mehr so recht. Dabei könnte Väterchen Franz den Direktzugriff auf die Wikipedia für das Sonntagsrätsel des DLF ausgezeichnet gebrauchen. So muss ich immer wieder mal ran, was aber auch o.k. ist.

Wincing the Night Away

Ich halte die Shins für eine der der unbekannten großen Bands unserer Tage. “Chutes Too Narrow” war das Album 2004 im Popbereich. Doch genug der Superlativen… noch Ende Januar kommt “Wincing the Night Away”. Ich bin gespannt, ob die Band das hohe Niveau der Vorgängerplatte halten/ausbauen kann.

Shins Wincing the Night Away

Was macht die Shins so toll? Da ist zunächst einmal der Gesang, klar, etwas schneidend, häufig auch in Harmonien. Die Texte sind mir absolut unverständlich. Ich höre die Wörter, aber ich verstehe keinen Zusammenhang. Die Songstrukturen sind melodiös, trotzdem fehlt was. Die Band ist Indie, aber nicht wehleidig. So lässt sich ein Song nie ganz einnehmen. Und das finde ich seltsamer Weise gut. The Shins sind einfach schwer greifbar. Vielleicht lässt sich der Code live aufschlüsseln? Aber wann? In Hamburg spielen die nicht.

Wer sich das mal anhören möchte, dem empfehle ich “St. Simon”, ein Schlüsselssong für die Shins, der die genannten Merkmale aufweist, bei 1:30 wird der Song weit, harmonisch. Text, na ja… hört Euch´s an. Und danach gleich was von der neuen Platte: Phantom Limb.