Archive for the 'Abgehört' Category

Olympus WS-110 und Olympus LS-10

Seit gestern befindet sich zusätzlich zu meinem hochwertigen Olympus LS-10 für sendefähige Tonaufnahmen noch ein kleines WS-110 für Audionotizen in meinem Besitz. Das älterere Gerät kann einige Dinge, die dem großen Bruder gut zu Gesicht stünden: Indexmarker setzen, sowie Dateien schneller und langsamer abspielen bei gleicher, wohlgemerkt gleicher! Tonhöhe.

Olympus WS-110

Olympus WS-110

Olympus hat zwar ein erstes Firmware-Update für den LS-10 veröffentlicht, aber leider wurden hier nur kleine Bugs gefixt und die Kapazität für SD-Karten auf 16 GB erhöht. Wäre toll, wenn zumindest der Indexmarker noch kommen würde.

Ein derartiges Update würde meiner Einschätzung nach unter Medienschaffenden auf jeden Fall dafür sorgen, dass der LS-10 (Test) sich gegenüber dem Marantz PMD 620 (Test) klarer positionieren könnte.

Was das Auslaufmodell WS-110 angeht. Hier holt man sich für 70 Euronen Straßenpreis einen flotten Feger ins Haus, der viele Sachen für die täglichen Memos kann. Er ist schnell aufnahmebereit, kann Indexmarker während des Abhörens setzen und hat einen Low-Cut-Filter an Bord. Meine externen Soundman-Mikrofone können angeschlossen werden. WS-110 schlatet sofort um und versorgt die Mics sogar mit Strom. Perfekt!

Auch Ubuntu hat keine Probleme mit dem Gerät. Es meldet sich als USB-konformes Wechsellaufwerk an. Wer das Codec-Pack (Paketverwaltung unter “Sonstige”: Ubuntu restricted extras) installiert hat, wird auch mit WMA keine Probleme haben.

Ein Wort vielleicht noch zu den Mankos: Die Sprachqualität des internen Mic ist gute Diktatqualität, mehr nicht. Musiker oder Radio-Journalisten werden mit dem Ding nix anfangen können, es sei denn, sie schließen ein externes Mikrofon an und auch dann sind mit WS-110 nur Mono-Aufnahmen möglich. Interessant wäre hier vielleicht noch die Kombination aus dem ca. 90 Euro teurem Olympus WS-210S und einem externen Stereo-fähigem Mic. Das “S” steht nämlich für Stereo.

Dass der WS-110 und seine größere Ausgabe, der WS-210S nur WMA können, ist zwar schade, spielt aber nur ideologisch eine Rolle. Klar wäre mir MP3 oder sogar OGG lieber gewesen. Für WAV-Aufnahmen ist der Speicher beider Diktiergeräte zu klein.

James Hunter

James Hunter

Vorgestern beim Durchhören diverser Platten bei Saturn auffällig geworden: James Hunter. Trockene, klassische Arrangements, sehr tight gespielt. Toller Gitarrensound, auch dieser tweedy. Dachte zunächst, dass ich mit “People gonna Talk” eine Compilation vor mir habe. Vergessenes Frühsechziger-Jahre-Phänomen auf Liebhaber-Label wiederveröffentlicht.

Von wegen. Der Mann ist älter, genießt aber einen gewissen Ruhm nach 20 Jahren Schuheputzen. Huey Lewis-Charme auf der Bühne, aber musikalisch instinktsicherer, 2Tone, Ska, Specials mit Sam Cooke dazwischen.

Und Hunter tourt… aber nur USA und GB. Hierzulande gänzlich unbekannt, daher auch kein Wikipedia-Eintrag. Auf der Webseite werden alle Tracks vollständig in Flash ausgespielt. Es lohnt sich. Oder um es publicityträchtig mit Van Morrison zu sagen:

“James Hunter is one of the best voices, and best kept secrets, in British R’n'B and Soul. Check him out.”

Und am Wochenende gab´s Vampire Weekend

Das Album des Jahres 2008 schon Ende Januar? Wie langweilig. Was machen wir mit den restlichen elf Monaten? Schönen Dank nach New York.

Oder war es doch Brixton? Die Jungs von Vampire Weekend klingen erfrischend nach 2 Tone, Paul “Graceland” Simon und Fela Kuti. Und dazu kommen noch jede Menge gewitzte Pop-Elemente aus allen möglichen Ecken: Mellotron-Flächen, Streichereinlagen, etwas Afrosound, Indie, Ska. Die ganze Mixtur dieser geschätzten Zutaten wird von den Wochenend-Draculas mit überraschenden Grooves unterlegt – zu guter letzt wird die Qualität über das ganze Album gehalten. Und das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit.

Wer hören will, muss klicken. Hier oder hier oder hier.

Guete im Studio

Ein knapper Verweis auf einen Unterordner der Brotkrumenspur, in dem sich die Webpräsenz der Guete befindet… wir waren vor einigen Tagen im Studio und es gibt Häppchen zum Abhören und Zugucken.