Monthly Archive for August, 2008

Out of the box: Lenovo ThinkPad R61i und Ubuntu

Wenn ich mir ein Notebook zulegen müsste, was ich zurzeit nicht beabsichtige und der Wunsch ginge nicht ins Ultramobil’sche, käme das Lenovo ThinkPad R61i in Frage.

Es wirkt sehr gut verarbeitet: stabiles Gehäuse, guter Tastaturanschlag, ein mattes Display (kein Hochglanz-Effekt!) und es startet eine Ubuntu-Live-CD bei sofortiger Aktivierung von

  1. korrekter Bildschirmauflösung inklusive 3D-Beschleunigung
  2. Audio/Ton out of the box
  3. Bluetooth-Icon im Panel
  4. WLAN-Zugriff ohne Extra-Einbindung von irgendwelchen Treibern

Eigentlich ist der Komfort kein Wunder. Ich hatte bereits gelesen, dass Notebook, die komplett mit Intel-Chipsätzen ausgestattet sind, kaum Probleme mit Linux haben. Aber wenn man es das erste Mal live sieht, ist es doch überraschend, wie unproblematisch das Booten läuft.

Kleine Einschränkungen noch bei der Ausstattung auf Hardware-Seite: Karten-Slots (SD und Co.) gibt es keine an Bord. Hmmm… Vielleicht sollte ich mir das Laptop doch kaufen ;) Bei 499 Euro liegt der Straßenpreis zurzeit.

Olympus WS-110 und Olympus LS-10

Seit gestern befindet sich zusätzlich zu meinem hochwertigen Olympus LS-10 für sendefähige Tonaufnahmen noch ein kleines WS-110 für Audionotizen in meinem Besitz. Das älterere Gerät kann einige Dinge, die dem großen Bruder gut zu Gesicht stünden: Indexmarker setzen, sowie Dateien schneller und langsamer abspielen bei gleicher, wohlgemerkt gleicher! Tonhöhe.

Olympus WS-110

Olympus WS-110

Olympus hat zwar ein erstes Firmware-Update für den LS-10 veröffentlicht, aber leider wurden hier nur kleine Bugs gefixt und die Kapazität für SD-Karten auf 16 GB erhöht. Wäre toll, wenn zumindest der Indexmarker noch kommen würde.

Ein derartiges Update würde meiner Einschätzung nach unter Medienschaffenden auf jeden Fall dafür sorgen, dass der LS-10 (Test) sich gegenüber dem Marantz PMD 620 (Test) klarer positionieren könnte.

Was das Auslaufmodell WS-110 angeht. Hier holt man sich für 70 Euronen Straßenpreis einen flotten Feger ins Haus, der viele Sachen für die täglichen Memos kann. Er ist schnell aufnahmebereit, kann Indexmarker während des Abhörens setzen und hat einen Low-Cut-Filter an Bord. Meine externen Soundman-Mikrofone können angeschlossen werden. WS-110 schlatet sofort um und versorgt die Mics sogar mit Strom. Perfekt!

Auch Ubuntu hat keine Probleme mit dem Gerät. Es meldet sich als USB-konformes Wechsellaufwerk an. Wer das Codec-Pack (Paketverwaltung unter “Sonstige”: Ubuntu restricted extras) installiert hat, wird auch mit WMA keine Probleme haben.

Ein Wort vielleicht noch zu den Mankos: Die Sprachqualität des internen Mic ist gute Diktatqualität, mehr nicht. Musiker oder Radio-Journalisten werden mit dem Ding nix anfangen können, es sei denn, sie schließen ein externes Mikrofon an und auch dann sind mit WS-110 nur Mono-Aufnahmen möglich. Interessant wäre hier vielleicht noch die Kombination aus dem ca. 90 Euro teurem Olympus WS-210S und einem externen Stereo-fähigem Mic. Das “S” steht nämlich für Stereo.

Dass der WS-110 und seine größere Ausgabe, der WS-210S nur WMA können, ist zwar schade, spielt aber nur ideologisch eine Rolle. Klar wäre mir MP3 oder sogar OGG lieber gewesen. Für WAV-Aufnahmen ist der Speicher beider Diktiergeräte zu klein.

PNG-Transparenz und Ubuntu-Desktop

Witzig: Unter Ubuntu schlägt die Transparenz eines Bildes selbst in der Vorschau-Anscht des PNGs durch, was man bei den beiden lustigen Songbird-Vögeln wunderbar sehen kann:

Der Lotse muss an Bord bleiben

Dieser Aufkleber befindet sich bei einem Hauseingang in der Amandastraße… tippe auf den Wahlkampf 1982. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob der seit 26 Jahren dort klebt oder vor kurzem aus Jux und Dollerei in einer Auktion ersteigert wurde.

Wahlkampf-Parole Nummer eins ist und bleibt natürlich: “Keine Experimente” aus der Adenauer-Wahl 1957, den es sogar als Trickfilm gibt, wie ich gerade sehe.