Egal ob Browser, Chat, Soundbearbeitung oder Office: Für nahezu jedes Programm, das man auf dem Computer nutzen kann gibt es eine Freeware-Alternative, die kostenpflichtige Software ersetzt und dazu Flexibilität im Umgang mit anderen Betriebssystemen ermöglich. Was unter Windows und Co. als Open Source-Software läuft, funktioniert in 70 bis 80 Prozent aller Fälle auch unter Linux oder beim Mac: Crossover-Tools rulez!
Nur der freie “Bildbearbeitungsersatz” wollte mir nie so recht schmecken. “The Gimp” macht es Nutzern, die mit Photoshop oder Image Ready arbeiten, nicht wirklich leicht, wie diverse Fundstellen im Netz belegen. Crop & Resize in einem Rutsch kann die Freeware nicht, auch nicht als Script, da braucht Ihr gar nicht erst Google anzuwerfen…
Was aber nun, wenn man als Anwender auf eine gute Freeware-Alternative angewiesen ist? Man kann es drehen und wenden: An “The Gimp” kommt man einfach nicht vorbei. Also in die Hände gespuckt und die fremden Programm-Dialoge studiert. Und da beginnen die Probleme auch schon: Was, wenn das erwünschte Ausgabeformat ein Teaserbild mit kruden Abmessungen ist? Nehmen wir zum Beispiel ein Foto aus dem Aufmacherbereich von www.stern.de. Die Maße des Aufmachers sind 380×210 Pixel. Diese Größe lässt sich nicht in ein “sauberes” Seitenverhältnis von 3:2 oder 4:3 aufschlüsseln. Damit wird das Zuschneide-Werkzeug von Gimp urplötzlich unangenehm uncharmant.
Wer nun als Photoshop-Nutzer das Crop-Tool von “The Gimp” aufruft, wird schnell feststellen, dass das Programm ihm nicht die Möglichkeit bietet, im Werkzeug die Größe 140×84 Pixel einzugeben und gleichzeitig die Auswahl des Bildbereichs in den Maßen frei zu wählen.
Der Weg, den ein Gimp-Nutzer beschreiten muss, führt über das “Seitenverhältnis”. Auf diese Weise kann die Freeware in zwei Arbeitsschritten dazu bewogen werden, zuzuscheiden und anschließend zu skalieren. Folgende Schritte sind notwendig:
1. Seitenverhältnis in das Dialogfeld eingeben: 380:210

3. Auswahl freistellen: Ein Doppelklick auf die Auswahl und das Bild wird freigestellt
4. Bild verkleinern: Über die rechte Maustaste wird “Bild skalieren” ausgewählt. Dort wird der erste Wert, in diesem Fall also die Breite “320″, eingetragen. Nicht täuschen lassen: Der Wert im zweiten Feld “Höhe” wird erst aktualisiert, wenn man in das Feld klickt. Wenn das Verkleinern des Bildes über den Button “Skalieren” bestätigt wurde, befindet sich das Bild in der Teaserbildgröße, die erwünscht ist.
Der beschriebene Workaround benötigt nur einen Handgriff mehr. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn “The Gimp” die beiden Arbeitsschritte in einem Turnus erledigen würde. Wann und vor allem ob dies je geschehen wird, weiß nur die Roadmap der Entwickler…


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