Zurzeit habe ich ein Zoom H4 im Test, ein Aufzeichnungsgerät, das in den letzten Wochen für Furore in einigen Kreisen gesorgt hat, denn es ist nicht nur ein recht hochwertiger Recorder mit integriertem Stereo-Mikrofon, der WAV und MP3-Dateien aufzeichnet, sondern auch ein Vier-Spur-Tracker mit diversen Preamps für Gitarre, Bass und Stimme.
Als ob das nicht reichen würde, hat der “Handy Recorder” auch noch einen Tuner und ein Metronom an Bord. Aufgezeichnet wird auf SD-Karte. Der Datenaustausch ist sagenhaft simpel und zuverlässig. Nur das Mini-Display und die umständliche Bedienung im Vier-Spur-Modus stören etwas.
Eigentlich wollte ich für den Testbericht im Mercado eine Feldaufnahme mit Rolltreppe und Passanten machen, dann blieb ich aber vor dem Eingang des Einkaufszentrums stehen und hörte seltsame Klänge. Eine Hang Drum wurde von dem Straßenmusiker Janos gespielt. Wir kamen ins Gespräch und suchten am nächsten Tag eine Kirche in Altona auf. Volià: Das Zoom H4 zeichnet eine Hang Drum in der Pauluskirche Altona auf, gespielt von Janos Laszlo Vargek:
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Die Hang Drum ist übrigens noch keine zehn Jahre alt und wurde von den Schweizer Felix Rohner entwickelt. Das Instrument ist auf Jahre vorbestellt und daher selten live zu hören. Janos konnte Rohner eine abschwatzen, weil er in Bern auftauchte und der Hang-Bauer gerade eine Sendung Retour aus USA bekam. Die Chinesen sollen versucht haben, die Hang Drum serienmäßig zu kopieren, aber das soll wohl gar nicht so leicht sein.
Wunderbar. Sehr kreativ Jens ! … & sehr warme Klänge, wie ich finde.
Ein paar Bermerkungen zu einigen Aussagen im Artikel über das Hang:
1) Die Aussage, die Chinesen hätten eine serienmäßige Kopie mit lausiger Qualität hergestellt, halte ich für höchst unzuverlässig. Da ich gerade in Bern war und mit den Hangbauern auch über das Thema möglicher Kopien gesprochen habe, hätten sie dies bestimmt erwähnt, wenn es zutreffend wäre.
2) Das Hang wurde von Felix Rohner und Sabina Schärer gemeinsam entwickelt, die in der PANArt Hangbau AG zusammenarbeiten.
3) Es stimmt nicht, dass das Hang auf Jahre vorbestellt ist. Lediglich die diesjährige Produktion ist weitgehend vergeben. Wer heute an PANArt schreibt und sein Interesse am Kauf eines Hangs bekundet hat gute Chancen, im nächsten Jahr eines zu erwerben, wenn er bzw. sie bereit ist, nach Bern zu fahren.
4) Es gibt auch einen Hang-Artikel in der deutschen Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hang_(Musikinstrument)
Meine Aussagen beziehen sich auf das Treffen mit Janos. Von ihm stammen das Gros der Infos. Ich bin keine Experte in Sachen Hang. Da Du Dich dem Hang-Blogging verschrieben hast, gehe ich davon aus, dass Du da mehr Sachverstand hast.
Aber: “(…) gute Chancen, im nächsten Jahr” klingt für mich im übrigen schon ein bißchen nach einer langen Wartezeit.
Jens, ich kenne Dich nun seit zehn oder drölf Jahren. Weißt Du was? Du bist echt ein abgefahrener Typ. Wie machst Du das bloß alles?,
staunt Søren
und wünscht eine brillante Woche.
Da hat Jens recht!!! Ich will auch ein Hang und muss ewig daruf warten… was soll das ich will mein Hang jetzt!!!