Microsofts wohlwollender Umgang mit der Kritik

Es gibt etwas, das Microsoft auf einer gewissen Ebene des Marketings wirklich kapiert hat. Und das ist der wohlwollend neutrale Umgang mit IT-Entscheidern. Ich erinnere nur an die verschenkten Notebooks in der amerikanischen Blogosphäre.

Die Markteinführung von Vista wird auf MSN nun nicht von Jubelpersern begleitet, sondern von kritischen Stimmen aus scheinbar feindlichen Lagern. Und so bloggen für Vista nicht Microsoft-Mitarbeiter (das tun die auch, aber woanders), sondern Redakteure von Macnews.de oder aus dem Linux Magazin. Cleverer Einkauf, meiner Meinung nach. Die Pose kommt großzügig und kritikfähig daher. Wer hätte das vom Marktführer gedacht?

2 Responses to “Microsofts wohlwollender Umgang mit der Kritik”


  • Ja, gute Idee “die andere Seite” öffentlich testen zu lassen, finde ich. Der Weg über “sich öffnen” ist auf vielen Gebieten sicher auch der auf Dauer erfolgreichste Weg, denke ich.
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    Aber nochmal zur MS- Notebook- Verschenk- Aktion:
    Ich sehe darin einen legitimen Weg, der üblichen Vor- Verurteilung etwas entgegenzusetzen (“es kann nicht gut sein, was nicht gut sein darf”).
    Die Strategie ist vom Ansatz her ja nichts Neues. Produktgeber – aus ganz unterschiedlichen Branchen – versorgen immer schon Multiplikatoren – z.B. ausgesuchte Vertriebspartner oder Pressekontakte (z.B. auch online Redakteure) – mit ihren neuen Produkten. Interessant ist für mich viel mehr das Verhalten der Empfänger. Da zeigt sich dann recht fix, wer es mit “Freiheit & Unabhängigkeit” wirklich ernst meint. Dazu dann hier nochmal zwei mögliche Verhaltensweisen:
    1.) Engelchen
    Scott Beale bietet unterdessen sein Ferrari-Notebook bei einer Versteigerung auf eBay an. Der Erlös geht an die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Um 18.00 Uhr lag das Höchstgebot bereits bei 6300 $ – toll.
    2.) Teufelchen
    Die meisten behalten es einfach. Blogger sind halt auch nur Menschen, sogar an Weihnachten.
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    Mein Tipp:
    MS- Notebook behalten, Vista löschen, Linux “draufschrauben” und damit im nächstgelegenen Jugendzentrum einen Linux- Anfängerkurs leiten. Würde ich zwar nicht machen ;-), aber der “alte Salomon”, der hätte es vielleicht so gemacht.

  • Dein abschließender Tipp gefällt mir, hat was Subversives, 70er-Jahre-mäßiges… nur dass Linux-Installation auf einem brandneuen Notebook meistens schwierig sind.Aber das ist ein anderes Thema.

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