Jetzt ging es in den letzten zwei Podcasts von “Go Digital” schon zwei Mal um “Second Life”. Gareth Mitchell, wie immer smart, smart, smart, vor Ort in San Franciso, unterhält sich mit den Machern dieser riesigen Parallelwelt. Es wird erklärt, dass “Second Life” mittlerweile mehr Bewohner als Luxenburg habe. Der Clou: Nahezu alle Gegenstände in der Welt wurden von den Teilnehmern selbst geschaffen.
Das hat mich neugierig gemacht. Ich habe mich angemeldet. Mein Name ist grundsolide: Justus Ruttenberg. Ein wenig Gestalt angenommen habe ich bereits, wenn ich auch zugeben muss, dass ich nicht sonderlich originelle Züge trage.
Ich habe mich an einen Ort irgendwo in “Second Life” teleportieren lassen und hänge dort in der Luft, irgendwie komme ich nicht mehr runter. Im Hintergrund erklärt mir eine Frauenstimme, dass ich hierhin und dorthin kommen soll, es fänden gerade Einführungskurse für Neuankömmlinge statt. Aber Moment einmal… kennt Ihr “Second Life” überhaupt? Eine gutes Interview dazu fand ich beim elektrischen Reporter mit Markus Breuer. Und die Wikipedia sagt:
Der Schwerpunkt des Programms liegt in der sozialen Interaktion zwischen den Teilnehmern und der Erstellung von Inhalten (…) Die Vielfalt der Möglichkeiten wird bisher von keinem anderen MMOG erreicht, was vor allem daran liegt, dass die Welt fast vollständig von den Spielern selbst gestaltet wird und nahezu jedes denkbare Objekt von den Spielern erstellt werden kann.
“Second Life” boomt wie blöde. Unzählige Firmen haben damit begonnen, Vertretungen im Spiel zu eröffnen. Es gibt den Linden-Dollars, der im Wechselkurz mit realen Kursen der Außenwelt steht. Hier sei kurz auf die Webpräsenz von Reuters verwiesen. Natürlich wird über die Ereignisse im “zweiten Leben” berichtet. Virtuelle News sozusagen. Demnächst wird Suzanne Vega ein Konzert geben. Im Showcase von “Second Life” kann man sich anschauen, wie ihre Gitarre gebaut wird.
Was soll man dazu sagen… ich werde wohl keine Zeit haben, mir das Ganze genauer anzusehen. Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass die derart massive und populäre Erzeugung einer Parallelwelt vielleicht etwas für das Jahr 2105 sein könnte, wenn alle elementaren Probleme der Welt gelöst sind, niemand hungern muss und jeder Erdteil an den digitalen Freuden partizipieren können.
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