Seit einer Woche arbeite ich mit einem aktuellen Mac mini (1,83 GHz, 1 GB Ram). Die Ungewöhnung ist nicht zu unterschätzen, leider habe ich keine Mac-Tastatur. Auf dem Cherry-Keyboard funktionieren einige Tasten wie “Pos 1″ oder “Ende” nicht oder sind anders belegt, was die Arbeit in einem Text mühsam macht. Dazu kommen Umlerngeschichten für das Ed-Zeichen und andere Kandidaten.

Die Oberfläche ist, wie zu erwarten war, pikobello. Schöne Vektorgrafiken im Dock, ansprechende Menüführungen, dezente Soundeffekte, formschöne Fensterbewegungen beim Exposé, dem Beryl-Pendant von OS X.
Am beeindruckensten finde ich die schnelle Installation von Programmen via Drag & Drop. Es hat etwas gedauert, bis ich das Prinzip verstanden habe [1]. Aber jetzt fluscht alles. Hauptressource-Seite ist Open Source Mac. Eine kurze Erklärung in Richtung Windows-Anwender: Programme werden nicht wirklich installiert, man öffnet sie im “Finder” und zieht das Programm-Symbol einfach auf den Programm-Ordner. That´s it. Wenn die Software nicht gefällt, wird das Programm einfach aus dem Programmverzeichnis auf den Mülleimer gezogen. es erfolgt eine spurenlose, vollständige Beseitigung der Software.
Wer so wie ich in aller Regel mit Cross-Plattform-Programmen wie Firefox oder Thunderbird arbeitet, sollte wenig Umgewöhnungsschwierigkeiten haben, würde ich sagen. Etwas störend empfinde ich den Umstand, dass es viel weniger Freeware als im Windows- und Linux-Bereich gibt. Beim Durchstöbern der brauchbaren Shareware beschlicht mich das alte Mac-Vorurteil vom begeisterten Apfel-Jünger, der gerne das Portemonai aufmacht, um für gute Software 30 bis 40 Dollar hinzulegen. Daran ist nicht verwerfliches, trotzdem hat es mich bei der Recherche nach guter Sofwtare etwas gestört.
Vor einigen Tagen habe ich “Parallels Desktop” installiert, aber bislang noch keine Zeit gefunden, das zu testen. Auf der Vista-Pressekonferenz in der Schanze meinte ein Page-Redakteur zu mir, er habe nach dem Test von “Parallels Desktop” seinen XP-Rechner abgebaut. Die Virtualisierung von XP würde ihm vollständig reichen.
Vielleicht spare ich im nächsten Jahr auf einen Mac. Lust dazu hätte ich schon. Bis dahin ist sicherlich auch Time Maschine am Start. Und das ist ja nun wirklich eine Wucht.
Für Mac-Einsteiger, die es gewohnt sind, viel mit der Tastatur zu erledigen, verschafft die Seite mac-and-win.de den idealen Überblick.
- Zuerst habe ich die Images mit einem Doppelklick bloß gemountet (nach oben)
Begeisterung für Mac kann ich irgendwie nicht so nachvollziehen. Optisch sehen die Kisten immer toll aus.
Bei unserem iMac (dem kugeligen mit integriertem TFT) ist der Bildschirm richtig grottig. Ungefähr so schlecht wie das von unserem Gericom-Notebook.
MacOSX … nunja, schwere Geschmackssache. Ich habe mich nie damit anfreunden können. Alleine schon dieses fürchterliche OSX-Dock! Eine Krankheit. Hübsch siehts ja auch… aber in der Anwendung einfach fürchterlich. Bei uns im Büro arbeitet niemand freiwillig am Mac. ;-) Aber Geschmäcker sind verschieden.
Ach ja, ausserdem finde ich Steve Jobs mittlerweile sogar wesentlich schlimmer als Bill Gates. Will die User immer noch mehr gängeln…bääähh.
Ja, Suzan, ich fand zum Beispiel die Registeriung beim ersten Start wirklich nicht toll. Was Apple alles wissen will! Ansonsten kann ich nur sagen, dass der Mac mini im Zusammenspiel mit meinem hochwertigen 19-Zoll-Imagequest wirklich Spaß macht. Vieles ist stimmig, ein paar Sachen nerven mich aufgrund der Ungewöhnung. Mein Grundeindruck (jenseits von Open Source-Debatten) ist positiv.
Meine Grundsatzfrage ist aber tatsächlich: Lohnt sich ein Kauf? Das weiß ich nicht recht, da Ubuntu und Co. einfach schon zuviel mitbringen. Nur das “aus einer Hand-Gefühl” kann Linux natürlich nicht so gut wie der Mac.
Ich kann deine Kritik nicht nachvollziehen Suzan. Du musst das Dock ja nicht benutzen. Und in wie fern will Steve Jobs die Benutzer gängeln?
Ich weiß nicht was ihr für Ansprüche habt. Und sind Linuxbenutzer immer auf einer Art “Mission”?
Gruss
Gunnar
Naja, Ogg und Flac und weitere Formate funktionieren zum Beispiel nicht “out of the box”… warum wird das nicht unterstützt? Es wäre doch leicht, das in OS X zu implementieren. Nicht mal Lizenzgebühren wären fällig.
Gut, aber das lässt sich doch einfach beheben. Auch bei Linux ist nicht alles dabei. So einfach soll man es sich ja nicht machen.
Gruss
Gunnar
Du hast recht, kann man bestimmt fix nachinstallieren. Ich höre schon mit dem dissen auf.
Ne, ist ok. Ich vertrag ja sowas *heul* ;o)
Du kannst gerne kritisieren. Ist dein gutes Recht.