Vor einem Jahr drückte ich bereits meine Verwunderung darüber aus, dass es so was wie Audioblogs im Netz gibt. Damals war mir eine iDisk aufgefallen, auf der wirklich interessante Tracks gespeichert waren. Wie anschließend klar wurde, war das das musikalische Backend des Audioblogs aurgasm.us.
Im Laufe der letzten elf Monate habe ich die Arbeit von Paul Irish wirklich zu schätzen gelernt. Seine Podcasts sind Pflichtlektüre für meine Ohren. Einige der vorgestellten Künstler, wie zum Beispiel Hanne Hukkeberg, habe ich durch die Arbeit von Irish kennen- und kaufengelernt.
Nun ist eingetreten, was kommen musste:
We have received a formal DMCA (Digital Millennium Copyright Act) notice regarding allegedly infringing content hosted on your site. The specific items in question are as follows:
http://aurgasm.us/tracks/
The party making the complaint (International Federation of the Phonographic Industry), claims under penalty of perjury to be or represent the copyright owner of these works. Pursuant to 17 U.S.C. § 512(c), we have removed access to the files in question.
Wie schade…. die Musikindustrie rafft nichts. Wie kann man einen Mann dingfest machen, der nichts weiter macht, als Werbung, Werbung und nochmals Werbung?
Ich weiß, die Diskussion wurde bis zur Erschöpfung geführt, aber mich enttäuschen diese Art Anwaltsschreiben immer wieder. Ich meine, es ist so einfach… wir Blogger sind transparent im Netz, man kann uns schnell beikommen und ebenso schnell einen reinwürgen.
Irish ist kein anonymer Filesharer, der seine Daten auf den Hubs der Welt hostet, sondern ein Musikliebhaber und mit aurgasm.us ein Multiplikator erster Güte für die Interpreten. Wie lange wird es dauern, bis das endlich angekommen ist… oder wie es in den Kommentaren unter dem Beitrag heißt: “Come one fight back. Do it for the music.” Wenn das mal so einfach wäre.
Eigentlich müssten sich die Künstler für ihre Transmissionsriemen im Netz stark machen. Wie wäre es denn mal damit?
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