Monthly Archive for September, 2006

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777 Mal Winke-Winke für Levitra, Casino und Co.

Akismet hat 777 Spams unterbunden

Ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra auf Akismet, Männer: “HIPP-HIPP HURRA, HIPP-HIPP HURRA, HIPP-HIPP HURRA!!!” (Hüte werden in die Luft geworfen, aus den hinteren Reihen ertönt spontan: “For he’sa jolly good fellow! For he’sa jolly good fellow! For he’sa jolly good fellow! Which nobody can deny!”

Klassischer Journalismus und Blogs

ver-di-Ausgabe Sept. 2006

BILD-Handy-Reporter, Readers Edition… die aktuelle Ausgabe der ver.di Mitgliederzeitung “Menschen machen Medien” bringt einen Sack voll Artikel zum Thema “Bürgerjournalismus”. Hier ein Zitat aus einem Interview mit Christoph Neuberger (KuWi-Professor, Münster):

Die Behauptung, dass professioneller Journalismus durch Weblogs ersetzt oder verdrängt werden könne, halte ich für unsinnig. Es gibt natürlich ein paar Blogger, die mit hohem Selbstbewusstsein solche Dinge behaupten. Blogs sollten nicht unterschätzt werden, sie sind aber eher eine Ergänzung. (…) Meist handelt es sich um Produkte von Menschen, die eher über ihren privaten Alltag berichten, Kontakt zu Gleichgesinnten suchen und gar kein Interesse daran haben, mit relevanten Themen eine größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Quelle: Berufsrolle im Wandel

Ubuntu, fon, Musik, Software-Tweaking: Der “Kontakt zu Gleichgesinnten” ist mir wichtig. Es ist selbstverständlich anregend, wenn man sich mit Menschen über Dinge austauschen kann, die einen gerade beschäftigen. Dennoch steckt hinter dem ganzen Prozess mehr, als von Neuberger angenommen.

Die anfängliche Stimmung gegen Blogs bei den etablierten Medien (Beispiel: SpO) ist mittlerweile verflogen. Man macht munter mit beim allgemeinen Mash-Up. Viele Medien nutzen “uns Blogs” zunehmend als Info-Lieferanten, bringt munter You-Tube-Videos, Netz-Gossip und ab und zu auch ernsthafte Themen aus der Netzgemeinde, wenn die Redaktion der Ansicht ist, das noch nirgendwo gelesen zu haben.

Ich schätze, der klassische Journalist wird zu einem Minderheiten-Phänomen werden, unbezahlbar in seiner Unabhängigkeit, isoliert in seinen Recherchen. Das Berufsbild beginnt jetzt schon, sich radikal umzugestalten. Wie ist Eure Meinung dazu?

Fonero mit Sicherheitsloch

Huch, kaum ist mein “Social Router” am Netz, gibt´s jede Menge Neuigkeiten: fon hat mit “La Fonera” einen neuen Router gelauncht, der die Verschickung der modifizierten Linksys-Hardware, die ich als einer der letzten scheinbar noch empfangen habe, überflüssig macht.

La Fonera

Gleichzeitig gibt´s eine häßliche Sicherheitslücke, die die Passwörter in einem Wifi-Hotspot zugänglich macht, wie Frederik Kriewitz auf seiner Seite berichtet. Damit wird der Router erst mal wieder abgeklemmt, bis eine neue Firmware da ist, die das Problem behebt.

Schade, dass fon weder auf der Herstellerseite, noch in den Blogs zur Lücke Stellung nimmt. Da hätte innerhalb der letzten zwölf Stunden mehr kommen müssen, auch wenn man gerade mit Volldampf neue Hardware promotet und nebenbei die Map-Suche mit mehr Features ausstattet. Der Druck wird sicherlich noch steigen, wenn noch mehr Online-Medien darüber berichten. Gut so!

Eine mutige Melange – die Sitzpolster der HVV

Obwohl die Welt der Medien uns versichert, dass wir in polarisierten, ja kriegerischen Zeiten leben, sollte nicht unterschätzt werden, dass an jeder Ecke auch Frieden gemacht wird. Diese Details gehen im Rotlicht, in das uns Tagesthemen, Spiegel und Bilderzeitung jeden Tag tauchen, leider allzu oft verloren.

Beispiele gefällig? Studienräte laufen mit Baseball-Käppis mit der Aufschrift “I luv NY” rum. Die Eppendorfer Arroganz nutzt gerne und viel das ALDI-Prinzip. Großmütter sagen Sätze wie: “Die Stimmung war richtig geil.” Beispiele gibt es genug. Wir sehen nur nicht hin. Eine Vorreiterrolle beim Thema “Frieden-machen” nimmt der Hamburger Verkehrsbund ein, wie folgender Schnappschuss verdeutlicht.

Eigentümlicher Bezug eines HVV-Sitzes

Die HVV handelt nicht nur nach dem Motto “Kannst Du Deinen Feind nicht besiegen, verbünde Dich mit ihn”, sondern erzeugt um das Graffiti-Stillleben auch noch eine Atmosphäre von Eiscafé Palermo – eine mutige Melange.