Ich muss noch was los werden. Wenn es um Netz-Trends geht, steht in meinen Augen ein großes “JA” geschrieben. Ich mach alles mit: flickr, YouTube, blogging, google analytics, ich nutze ebay und amazon. Sonnencremes sind nicht so ganz o.k.? Ich lade einen Artikel bei der Stiftung Warentest. Ich versuche die Vorteile von technorati und Trackbacks zu kapieren. Die Bandseite soll von Tabellen auf CSS umgestellt werden? Schon erledigt. Alles sehr einleuchtend, eine große breite Straße in Richtung Zukunft.
Es gibt aber eine Sache, die ich definitiv hässlich und überflüssig finde und deren Hype mir auf den Keks geht. Und das ist myspace.com. Wieso richten sich gestandene Blogger dort ein Nebendomizil ein? Wieso postet eine Band dort ihre Songs noch mal in diesen entsetzlichen Music-Player, der immer sofort losplärrt, sobald man die Seite betritt, obwohl sie eine superbe HP mit jeder Menge Audiofiles am Start hat. Wieso sind dort alle Freunde?
myspace.com kapiere ich nicht.
Das frage ich mich auch. An mir ist das ganze auch total vorbeigegangen.
Hab auch keine wirkliche Antwort.
Gunnar
Kein Antwort parat? Das ist wenig ;) Mich hat der Grusel erwischt. myspace hat ja sogar einen Friedhof, auf dem jungen Seelen liegen, die´s nicht aus der Pubertät geschafft haben. Schauderlich.
ihr werdet alt, ich auch
Das ist einstellbar, bei Lady Chaos plärrt nichts los. ;-)
Ganz einfach: Um Kontakte zu knüpfen. Und das klappt alles prima, auch wenn diese Seite ein Albtraum ist. Ich wurde z.B. für einen Job als Pedal-Steeler angefragt, was in diesem Falle ohne myspace nie passiert wäre. Und stell Dir mal vor, Du willst mit Deiner Combo irgendwo spielen, und weiss nicht wo, und kennst dort auch keinen – also suchst Du Dir Kollegen dort und ihr könnt euch gegenseitig was organisieren. Ich finds gross.
Also doch das “social networking”? Erinnert mich an OpenBC, das in meiner Branche (IT) immer mehr um sich greift.
Trotzdem: Mir gefällt der Laden nicht. Schade, dass es nicht einen anderen Dienst erwischt hat, einen mit mehr Stil.
Im direkten Vergleich wirkt OpenBC seriöser, das stimmt, Jens.
Ich habe mich und meine Band (in der Reihenfolge) bei myspace.com angemeldet, um unsere Musik zu “promoten”. Da ist mehr los als bei Besonic & Co.
Und für mich habe ich auch schon einige interessante Bands gefunden, die genau meinen Geschmack treffen.
Das Thema gibt´s heute auch bei heise.de:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/75707
filthgrinder:
Aus einem Thread unter Gunnars Artikel-Tipp, im Stil unverkennbar: Heise-Forum
Das wäre doch ein Tipp für Heise:
Einfach das Forum ein wenig bunter, blinkender und musikalischer gestalten, und schon bleiben die schlimmsten Trolle weg. ;-)
Ich stehe vor MySpace genau wie viele völlig verdattert. Vor Monaten mal bei einem Seminarteilnehmer gesehen. Ich fand’s unheimlich unübersichtlich, und habe erst in dem Artikel The MySpace Problem bei Think Vitamin wieder davon gehört.
Eine Antwort? Vielleicht “Form follows function” – Webdesign dient zum Fliegen fangen … . Und die Masse der Fliegen hat scheinbar Kriterien, die ich nicht verstehe. Ich stand auch mal fassungslos vor “Modern Talking” …
Ich glaube, es gibt da zwei Richtungen. Zum einen die Google-Kargheit der frühen Jahre mit einer klaren Aufgabe, in diesem Fall einem Suchfeld.
Zum anderen die Bepflasterung einer Seite mit grafischen Elementen, sehr schön zu beobachten bei Portalseiten, die ihren gesamten Teaser zu einer Klickfläche auf den Artikel umgestalten. Hier heißt es dann: Viel hilft viel.
Beide Gestaltungsphilosophien haben Erfolg im Netz, wobei ich den Erfolg von Google mehr bewundere. Dass “viel hilft viel” bei einer stark frequentierten Seite immer zu Erfolg führt, liegt einfach in der Natur der Sache. Minenfelder gehen hoch, wenn man sich zu lange in ihnen aufhält ;)
mySpace.com – Jaja was fand ich das früher schrecklich. Hab die Seite überhaupt nicht verstanden. Wußte auf den ersten Blick nicht was diese Plattform eigentlich bietet. Dachte das wäre ne Art beepworld mit upload und webspace.
Durch den Song “New Friend Request – Gym Class Heroes” und das Video wurde ich aber wieder auf MS aufmerksam und beschäftigte mich einen Abend damit. Ich habe schön gestylte Profile gesehen und fand es schön, mit diesen Leuten zu texten. Ich war erstaunt und froh, dass sich kreative Leute ohne Kenntnisse von Html oder CSS dort ausgetobt haben.