Martin Scorseses Bob-Dylan-Dokumentation “No direction home” galt mein Fernseh-Interesse der letzten zwei Tage – 204 Minuten, die vor allem aus der Frühzeit des mürrischen Meisters stammen.
Schon “Don´t look back“, in das ich vor Jahren mal auf einem öffentl.-rechtl. Sender gezappt hatte, war beeindruckend. In Scorseses Film spricht Regisseur D.A. Pennebaker davon, wie geschockt Dylan bei der Freigabe des Films über den direkten Einblick in den Habitus des Sängers gewesen war. Davon hat sich bis in unsere Tage nichts verloren. Und das ist auch der Grund, warum “Don´t look back” (1965!) so frisch und unvermittelt wirkt.

“No direction home” ist dagegen in der Rückschau analytischer. Alle Protagonisten sind beständig versucht, das Ereignis “Dylan” zu erklären und für ein (junges?) Publikum transparent zu machen. Das beste Statement liefert Alan Ginsberg:
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