Es gibt ja das eine oder andere Blog, das gerne neue Musik vorstellt. Das macht Spaß und hat einen enormen Werbeeffekt auf die musikbegeisterte Hörerschaft. Auch auf der Brotkrumenspur käme mehr Musik zum Einsatz als reine Bettkantenlieder, allein ich traue mich nicht so recht, denn die böse IFPI prügelt zurzeit ja mächtig auf alles ein, was nicht bei drei die Datenleitung gekappt hat.
Und wenn auch die IFPI gerade zu sehr damit beschäftigt ist, ihre Kundschaft durch alle Hubs zu jagen, um das Phänomen Blogging genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gibt Gottlob noch die Gema. Und die hat auf dem Podcastday2006 klar gemacht, wie sie sich Zahlemann und Söhne für die Szene vorstellt:
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) will für nicht-kommerzielle Podcast-Sendungen, die Musik als reine Einblendung (Intro und Outro) benutzen, monatlich fünf Euro berechnen, falls sie mindestens wöchentlich bereit gestellt werden. (…) Wer einen kompletten Song in seiner wöchentlichen Podcast-Sendung spielen will, muss zehn Euro bezahlen, wer täglich einen Song spielt, soll dreißig Euro Gebühr entrichten. (…) Der Tarif soll endgültig im Sommer veröffentlicht und angeboten werden, sagte Pappi.
Puh, Schwein gehabt, immerhin nicht 10.000 Euro pro hochgeladenen Song… Gibt es jemanden da draußen, der sich eine Monatsflatrate mit mir teilt? Wir machen fifty-fifty. Du 15 Songs, ich 15 Songs. Ist es nicht schön, für zeilgruppenrelevante Werbung auch noch zahlen zu dürfen?

Trotzdem darf man ja froh sein, dass immerhin ein Zahlmodell vor der Kriminalisierung und in Kontakt mit der Szene eingeführt wird. Die großen Labels haben diese freundliche Umgangsweise der Auseinandersetzung leider nie gelernt.
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