Gerade bin ich im Ubuntuusers-Forum auf einen lexikalischen Verweis zu einer Art und Weise der Interpunktionsinterpretation gestoßen, die einige Zeitgenossen gerne und systematisch praktizieren. Zwei möchte ich an dieser Stelle beispielhaft denunzieren (mögen sie mir dies als bekennende Regelverstößer verzeihen): Oliver und Dirk.
Nun, wer sich die Art und Weise der Interpunktion auf den Webseiten der beiden ansieht, dem wird schnell klar, dass alle Betonungs-Satzzeichen vom letzten Wort eines Satzes abgerückt sind. Dank Querverweis aus dem Forum weiß ich seit heute auch, was das ist, das da so quer in meiner Linse liegt… laut Wikipedia plenken diese Herren:
Das Wort Plenk bezeichnet im Netzjargon ein Leerzeichen vor einem Satzzeichen (zum Beispiel Komma, Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen) oder Wortzeichen (Bindestrich, Abkürzungspunkt), das dort nach den Regeln für den Schriftsatz (oder für das Maschinenschreiben) nicht hingehört. Das Setzen eines solchen falschen Leerzeichens wird als Plenken bezeichnet.
Warum sie dies tun? Nun, in sporadischen Unterhaltung über eine Eigenart war nur so viel rauszubekommen: Den Plenkern ist sehr wohl bekannt, dass diese Form grammatikalischer Freiheit nicht im Sinne der deutschen Rechtschreibung ist, allein: Das ästhetische Empfinden sagt: Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Es sieht einfach besser aus !!!
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