Oha, um mit Spreeblick zu jammern:
Da tippt man sich die Finger wund und redet sich den Mund fusselig, polarisiert und debattiert, hört zu und widerspricht und macht und macht und macht… und dann verlinkt man einmal ein lustiges Video und plötzlich sind 30.000 Leute auf der Seite (…).
Ganz so forciert geht es hier ja nicht zu, aber die Top-Suchanfragen dieser Tage mit denen die Leute auf die Brotkrumenspur kommen, stimmen mich schon etwas nachdenklich.

Hi hi, seht ihr die Leute dazwischen, die nach der Lösung für das Telepolis-Gewinnspiel suchen? Hatte ich auch so gemacht, mich aber mangels Alternativen ans Rätseln gemacht.
Gerade kommt ein Tipp von ihm rein, den ich Euch weitergeben möchte: Friedrich Witt, Erlebnisse aus 45 Jahren als Solobassist bei den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan.

Witt, 76 Jahre alt, podcastet seine Erinnerungen, spielt auf seinem Instrument, auf der Webseite sind viele schöne Fotos aus seiner langen Karriere zu sehen.

Immer wenn ich alte Song an der Gitarre durchgehe, wie in diesem Fall oder auch bei Erdenschwer, muss ich an Wiederkäuer denken, die ihr Oeuvre immer wieder rekapitulieren: Mallarmé gehört dazu, Gottfried Benn, aber auch Cyndi Lauper, die ihre paar Songs immer wieder in neuen Versionen aufnimmt. Ist das nun phantasielos?
Eigentlich gehen wir doch ständig Grundkonstanten unseres Lebens immer wieder neu durch, leichte Variantionen kommen hinzu. In diesem Sinne: Freihafen (2,64 MB, MP3)
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Gerade bin ich im Ubuntuusers-Forum auf einen lexikalischen Verweis zu einer Art und Weise der Interpunktionsinterpretation gestoßen, die einige Zeitgenossen gerne und systematisch praktizieren. Zwei möchte ich an dieser Stelle beispielhaft denunzieren (mögen sie mir dies als bekennende Regelverstößer verzeihen): Oliver und Dirk.
Nun, wer sich die Art und Weise der Interpunktion auf den Webseiten der beiden ansieht, dem wird schnell klar, dass alle Betonungs-Satzzeichen vom letzten Wort eines Satzes abgerückt sind. Dank Querverweis aus dem Forum weiß ich seit heute auch, was das ist, das da so quer in meiner Linse liegt… laut Wikipedia plenken diese Herren:
Das Wort Plenk bezeichnet im Netzjargon ein Leerzeichen vor einem Satzzeichen (zum Beispiel Komma, Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen) oder Wortzeichen (Bindestrich, Abkürzungspunkt), das dort nach den Regeln für den Schriftsatz (oder für das Maschinenschreiben) nicht hingehört. Das Setzen eines solchen falschen Leerzeichens wird als Plenken bezeichnet.
Warum sie dies tun? Nun, in sporadischen Unterhaltung über eine Eigenart war nur so viel rauszubekommen: Den Plenkern ist sehr wohl bekannt, dass diese Form grammatikalischer Freiheit nicht im Sinne der deutschen Rechtschreibung ist, allein: Das ästhetische Empfinden sagt: Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Es sieht einfach besser aus !!!
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