Endlich, eine neue Lieblings-Hassband: Anajo. Wie auch bei anderen Hassbands nähere ich mich diesem Gefühl zunächst von der texlichen Ebene. Ergo: Wenn eine Band nix zu sagen hat, soll sie die Klappe halten. Schlimm war das bei Schwester S und andere HipHop-Kopfgeburten, schlimm ist das bei Tomte.
Jetzt komme mir niemand mit so Nummern wie “Rammstein, Silbermond oder Wolle Petry sind doch viel schlimmer”. Die, so meine Antwort, wollen ja auch nicht auf der richtigen Seite stehen. Anajo, das hört man deutlich, sieht man deutlich, wollen dahin, wo die Gegenkultur blüht.
Sänger Oliver Gottwald sabbelt viel rum in den Anajo-Stück. Kleine Kostprobe gefällig?
“Honigmelone, du bist nicht ohne, nein du bist mit.
Glücklich wer´s hat.
Honigmelone, du bist nicht ohne, nein du bist mit.
Glücklich wer´s hat.
Ich habe die Annahme, du bist eine Ausnahme.
Ich hab den Verdacht, du hast Geschmack.
Ich habe die Annahme, du bist eine Ausnahme.
Ich hab den Verdacht, du hast Geschmack.”
Aha.
Interesssant, wer in diesen schwierigen Zeiten von den Labels ins Boot geholt wird. Sicher, die Musik ist trendy, typische Retro-Elementen: Schmeiss den Juno an, hol den Sampler raus. Und jetzt reim ich da mal was drauf. Das ist aber zu wenig.
Und da auch Anti-Werbung eine Art von Werbung ist, streue ich hier noch eine Liste von Namen ein, die es besser machen – zum Teil sogar viel besser. Wenn Ihr zufällig auf der Suche sein solltet, sucht hier: Bernadette La Hengst, Peter Licht, Jeans Team, DAF, Der Plan, Britta, Fink, Kante, Quarks…
So! und die Verlinkung zu Anajo müsst Ihr Euch schon selber suchen, die spar ich hier mal aus :o)


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