Mittlerweile gibt es eine inoffiziellen deutschen Anleitungssammlung zu Ubuntu, die als Wiki aufgebaut ist und bereits die wichtigsten Punkte behandelt.
Monthly Archive for Dezember, 2004
Zum ersten Mal seit fünf Jahren habe ich wieder den Daumen hochgehalten. Zugegeben die Strecke war Kinderkacke: Hannover – Hamburg. Meine Zeit allerdings ist respektabel, so gut wie eh und je: Um 14:45 war ich an der Raste (Hannover Wülferode), um 16:55 stieg ich an Hamburgs Neuer Flora aus dem Auto. Dazwischen einige Erinnerungen an frühere Zeiten: Belgien, Frankreich, Spanien und quer durch die BRD. Sag mir, wo die Tramper sind, wo sind sie geblieben…
Sollten Männer in den besten Jahren so etwas tun? Selbstverständlich nicht, denn sie haben es zu Job, Familie und Ansehen gebracht und diese Position schließt das Trampen als Form der Fortbewegung aus. Abgesehen davon ist der 26. Dezember ein denkbar ungünstiger Tag, um sich auf Wartepositionen an deutschen Schnellstraßen zu begeben. Aber ich konnte einfach nicht anders – unser Weihnachtsdomizil, Hannover Kronsberg, war nur 1500 Meter von der Tankstelle entfernt, zudem besitze ich seit einiger Zeit keine Bahncard mehr. Und ein derart kurzfristig gebuchtes Ticket hätte die Familienkasse im Dezember doch arg belastet. Nein, ich wollte einfach mal gucken, was noch geht…
Wenn man an Autobahnraststätten steht, gibt es zwei Möglichkeiten, um den nächsten Lift zu ergattern: Entweder man stellt sich an die Zufahrt zur Autobahn, hält Daumen oder Schild hoch. Oder man bewegt sich auf parkende Wagen zu, taxiert die Fahrer und überlegt, wer die Laus in den nächsten Stunden tragen könnte.
Beide Möglichkeiten haben strategische Vor- und Nachteile: Die Taktik des Ansprechens erhöht die Trefferquote, da jeder so Befragte mit einem festen Blick sagen muss: “Tut mir leid, ich fahre zufälliger Weise gerade nicht in diese Richtung!” (Gedankenblase: In welche Richtung fahren sie dann? Rückwärts?) Gleichzeitig verlässt man allerdings das strategische Nadelöhr “Zufahrt” und gibt damit dem Passieren von potentiellen Lifts freien Lauf. Während man einzelne Fahrer anvisiert, brettet das Glück vielleicht vorbei.
Da ich aber immer ein Freund der Ansprechtaktik gewesen bin, verlegte ich mich nach verschwendeten 20 Minuten am Checkpoint also auf die Ansprechtaktik, die ich sowieso immer mehr gemocht habe, als das passive Rumstehen an Begrenzungspfählen. Sicherlich – da ist immer die winzige Sekunde, in der der Wagen meine Station passieren muss, wenn er auf die Autobahn will und der Blick ins Cockpit freigegeben wird. Manchmal reicht ein freundlicher Blick und die Autos bleiben stehen. Aber da bin ich nicht so gut drin….
Die Taktik des Ansprechens förderte schon nach drei Wagen einen alleinstehenden Raucher zutage, der meine Frage, ob er mich bis zur nächsten größeren Raste (Allertal) mitnehmen könne, hier sei ja nichts los, mit einem mürrischen “Eigentlich nehme ich keine Anhalter mit. Also gut, nur bis Allertal!” quittierte.
Immer wieder seltsam diese abweisende Pose. Tramper sind eine Chance auf Zeit, nutze sie, schütte ihnen dein Herz aus, du kannst mit ihnen über alles sprechen. Die Regeln sind klar: Du nimmst mich, die Laus im Pelz, mit und ich höre Dir zu…
Zwei Stunden später: Der Raucher hat mich nicht in Allertal abgesetzt, statt dessen weiß ich jetzt, dass er als Soldat Bauprojekte in vielen Ländern umgesetzt hat, vor zwei Monaten in Hamburg von Albanern an den Landungsbrücken niedergeschlagen wurde, seine Freundin gerade bei Ihrer Familie in Posen ist und er nach einem Streit in der Familie während des Weihnachtsfests wütend seine Sachen gepackt hat, um wieder nach Hamburg zurückzufahren. Er hat in Schleswig, Münster, Paderborn, Sarajewo gewohnt und gearbeitet, findet das Auftreten der Amerikaner in Krisenherden schwierig und überlegt sich, ob er sich demnächst ein Navigationssystem von Aldi holt. Im übrigen ist er sehr müde, mag die kleineren Flughäfen, zum Beispiel zwischen Paderborn und Osnabrück, an denen man nicht viel Parkgebühr zahlen muss und hatte vor einiger Zeit eine Freundin in Ulm, die er fast jedes Wochenende besucht hat…. nanu… sind wir schon in Hamburg?
Sag mir, wo die Tramper sind, wo sind sie geblieben…
So langsam wird mir die Brotkrumenspur unheimlich. Zuerst der Ausfall der CSS-Verlinkng vor einigen Tagen, dann die Probleme heute. Die Seite war den Nachmittag über nicht erreichbar. Liegt es an der Datenbank? Liegt es am PHP? Alle Dateien waren via FTP erreichbar. Aber die PHP-Struktur setzte sich einfach nicht zusammen….
Wenn ich etwas nict mag, dann sind das Fehler, die sich nicht reproduzieren lassen. Und genauso wie das letzt Mal ist die Seite Stunden später wieder komplett, so als sei nichts geschehen. Das erklär mir mal einer!

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