…werden schnell zu den Pforten der Hölle, wenn in Dänemarks verschneiter Satelliten-Landschaft Thomas Gottschalks “50 Jahre Rock” das einzige Programm ist, das man in brauchbarer Qualität empfangen kann. Gottschalks Panoptikum des Grauens reichte von dem altersschwachen Eric Burdon (der tolle Alben gemacht hat) bis hin zur Krähenstimme Dolores O’Riordan, die nicht einen Ton sauber anpeilen konnte…
Was soll das alles? Mir erschien Gottschalks Pose des “Hey, das sind wir, echter Rock ´n´ Roll, und wir haben Spaß” obzön angesichts der unzähligen schlechten Darbietungen. Das Schlimmste aber war, Menschen wie Jack Bruce oder Ian Anderson in derartigen Sendungen sehen zu müssen. Wer oder was zwingt sie dazu? Das Geld? Der kurze Hauch von vergangener Prominenz?
Ich glaube, das wirklich Schlimme an diesem Spektakel ist der Umstand, dass die alten Kämpen irgendwann mal auf der richtigen Seite gekämpft haben. Der Kampf ist längst vorbei, aber das Ross galoppiert munter weiter entlang der Tunierbande. Ein lächerlicher Anblick, irgendwie…. dann doch lieber Karl Moik, da kann ich mit gutem Gewissen lachen.
Wer es absolut nicht lassen kann, dem empfehle ich die Videos zum Megaspektakel. Gab es vor einiger Zeit nicht böse Zungen, die die riesigen Online-Präsenzen der öffentlich-rechtlichen Anstalten beklagten? Hier ist ein schönes Beispiel dafür.
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